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Internet mit ohne Schnur

25.04.2000 - (idw) Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen

Rechtzeitig zu Beginn des Sommersemesters wurde von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) am 20. April 2000 der erste Teilbereich eines Funknetzes in Betrieb genommen. Dieses Funknetz dient als Ergänzung des stationären Hochgeschwindigkeitsnetzes, an das bereits über 10.000 Rechner der hiesigen Max-Planck-Institute und der Universität Göttingen angeschlossen sind.

Mit der Funktechnologie wird es möglich, auch von außerhalb des eigenen Büros mit Hilfe eines Laptops und einer geeigneten Einschubkarte auf Rechner und Daten zuzugreifen, elektronische Post zu bearbeiten oder über das Internet Informationen bis hin zur online vorgehaltenen Literatur abzurufen. Moderne Verschlüsselungsverfahren sorgen dafür, dass diese über den Äther abgewickelte Kommunikation vertraulich bleibt.

Für den mobilen Benutzer ist bisher der Zugriff auf das Netz mit technischen Einschränkungen oder Behinderungen verbunden: Wer unterwegs schon "mal eben eine Telefondose" gesucht oder mittels Handy eine quälend langsame und abbruchgefährdete Verbindung aufgebaut hat, nur um E-Mail abrufen zu können, kennt die resultierenden Probleme zur genüge. Die neue Funktechnik erlaubt die problemlose Kontaktaufnahme (natürlich nur im Empfangsbereich) und bietet 1000mal schnellere Geschwindigkeiten als das Mobiltelefon. Diese einfache Netzanbindung, die im Amerikanischen mit dem Begriff "Internet always on" beschrieben wird, bietet völlig neue Möglichkeiten der Netznutzung. Die Auswirkungen im elektronischen Geschäftsverkehr, dem e-business, lassen sich erst erahnen.

Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Technologie besteht nun auch für die Göttinger Wissenschaftler und Studierenden die Möglichkeit, sich mit den Aspekten des "Internet always on" vertraut zu machen und dann auch innovative Dienste darauf aufzubauen.

Im Rahmen eines kleinen Feldversuchs wird die GWDG einige Studierende mit den notwendigen Funkkarten ausrüsten, um frühzeitig Informationen über das sich ändernde Benutzerverhalten zu erhalten.

Bis zu einer flächendeckenden Versorgung von ganz Göttingen wird noch einige Zeit vergehen, dann aber wird es möglich sein, an Televorlesungen auch von außerhalb des Hörsaals - beispielsweise im Cafe - aktiv teilzunehmen. Zur Zeit ist jedoch erst die große Freifläche im GWZ der Universität erschlossen; der Wilhelmsplatz wird in Kürze folgen.
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