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Präsident Landfried: I&K-Nachwuchs an den Hochschulen fördern - HRK-Jahresversammlung in Wiesbaden

04.05.2000 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Anlässlich der Eröffnung der Jahresversammlung 2000 der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 4. Mai in Wiesbaden hat HRK-Präsident Professor Dr. Klaus Landfried auf die Nachwuchssorgen auch der Hochschulen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik hingewiesen. Er betonte erneut die Notwendigkeit, ein Programm zur stärkeren Förderung der Informationstechnik an den deutschen Hochschulen zu initiieren. Dies könne eine gute Ergänzung zu der "Green-Card"-Initiative des Bundeskanzlers sein.

Landfried verwahrte sich gegen Vorwürfe, die Hochschulen hätten zu wenige Absolventen in den entsprechenden Studiengängen ausgebildet. Während insbesondere die HRK seit vielen Jahren auf den auch von der Schulpolitik in den Ländern zu verantwortenden Nachwuchsmangel in Technik- und Naturwissenschaften hingewiesen habe, habe sich so manche Stammtischdiskussion um die angeblich viel zu teuren Hochschulen und die vermeintliche "Akademikerschwemme" gedreht.

Der HRK-Präsident bezeichnete die Diskussion um den Nachwuchs für IT-Berufe als ein aktuelles und brisantes Beispiel zum Thema der Jahresversammlung "Studium und Beruf". Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz habe mit dieser Themenstellung die Diskussion zwischen Hochschulen und Wirtschaft über die anstehenden strukturellen Verbesserungen bei der gegenseitigen Abstimmung ankurbeln wollen. Die Tatsache, dass die HRK erstmals mit ihrer Jahresversammlung bei einer Fachhochschule zu Gast sei, unterstreiche die besondere Rolle der Fachhochschulen bei dem Zusammenwirken von Hochschulen und Wirtschaft gerade im Bereich des Studiums.

Zur besseren Verzahnung von Studium und Beruf nannte Landfried u. a. folgende Aufgaben für die Hochschulen:

- Die Einbahnstraße Studium-Beruf muss durch lebenslanges Lernen abgelöst werden. Insbesondere die breite Einführung gestufter Abschlüsse ermöglicht einen dauerhaften Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft.
- Die Hochschulen sollten ihre Lehrpläne und -methoden noch stärker den sich wandelnden Fragen der beruflichen Praxis öffnen. Dabei bleibt aber die Stärkung des methodischen Grundwissens eine wichtige Voraussetzung.
- Es ist auch für die Universitäten sinnvoll, Praxiskontakte und Praxisprobleme in das Studium zu integrieren.
- Die Beratungsangebote innerhalb und außerhalb der Hochschulen müssen besser aufeinander abgestimmt werden.
- Ein früherer erster berufsqualifizierender Abschluss ist für den internationalen Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Deshalb sollte nicht nur der Studienverlauf optimiert, sondern auch die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt werden.
- Die Hochschulen müssen ihrer Verpflichtung nachkommen, ihre Absolventen frühzeitig auf Bewerbung, Beruf und Selbstständigkeit vorzubereiten. Dazu sollten immer mehr Career Services sowie Absolventen- und Existenzgründertrainings geschaffen werden.
- Die Kontaktpflege zu den Absolventen über Alumnivereinigungen unterstützt neben dem Dialog über den Nutzen des Studiums auch die Imagepflege der Hochschulen.
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