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"Area studies" im Blickfeld

12.05.2000 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Einen Einblick in die vielfältigen Aspekte der Regionalforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg bieten derzeit die Vitrinen in der Eingangshalle des Erlanger Schlosses. Vor allem die Aktivitäten des Zentralinstituts für Regionalforschung und des bayerischen Forschungsverbunds FORAREA sollen so ins Blickfeld gerückt werden. Die kleine Ausstellung ist während des Sommersemesters 2000 zu sehen; der Besuch ist während der Öffnungszeiten des Schlosses möglich und kostenlos.

Studien rund um die Region gehören schon lange zum besonderen Profil der Universität Erlangen-Nürnberg, getragen von den Fächern der Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. In jüngster Zeit wandeln sich auch manche der ehemals vorwiegend literaturwissenschaftlich orientierten philologischen Fächer zu breiter orientierten kulturwissenschaftlichen Disziplinen im Sinne der area studies.

"Globalisierung - Regionalisierung - cultural turn" sind seit einigen Jahren die meistgebrauchten Schlagworte in den Kulturwissenschaften. Sie kennzeichnen einen deutlichen Paradigmenwechsel, der der Regionalforschung neuen Aufschwung verleiht. Regionalforschung ist in besonderer Weise geeignet, aktuelle Problemfelder in interdisziplinärer Zusammenarbeit aufzugreifen und in gemeinsamer Forschung zu bearbeiten.

Regionalforschung ist an der FAU in großer Vielfalt vertreten:

* Zentralinstitut für Regionalforschung mit den Sektionen Vorderer Orient, Nordamerika, Lateinamerika und Franken
* Leitung des Bayerischen Forschungsverbundes FORAREA
* Arbeitsgruppe Osteuropa
* Studiengänge:
Studienschwerpunkte Moderner Vorderer Orient bzw. Nordamerikastudien im Magister-Studiengang der Philosophischen Fakultäten
* 1990-1999 Graduiertenkolleg "Transformationsprozesse in Gesellschaften des Vorderen Orients"
* Koordination des DFG-Schwerpunktes "Restrukturierung und Regulierung der Arbeit vor dem Hintergrund von Globalisierung und Regionalisierung"


Interdisziplinarität und Unternehmenskultur
Zwei Arbeitsbereiche werden in der Ausstellung besonders herausgestellt.
Das Zentralinstitut für Regionalforschung wirkt als interdisziplinäre Klammer gemeinsamer regionaler Forschungsinteressen an der FAU. Unter dem Dach des Zentralinstituts werden regelmäßig Kolloquiums-Reihen veranstaltet, finden interdisziplinäre und internationale Tagungen statt, erscheinen zahlreiche Publikationen und wird regional bezogene Forschung gebündelt. Bisher umfaßt das Zentralinstitut die Sektionen Franken, Vorderer Orient, Nordamerika und Lateinamerika; weitere befinden sich in Vorbereitung.

Der bayerische Forschungsverbund für Area-Studies (FORAREA) wird von Erlangen aus geleitet. Dieser bisher einzige kulturwissenschaftlich orientierte Forschungsverbund bündelt die bayerische Forschungskompetenz über außereuropäische Regionen und stellt seine Forschungsergebnisse der bayerischen Wirtschaft zur Verfügung. Schwerpunkte der FORAREA-Projekte sind Forschungen zur Unternehmenskultur und zur interkulturellen Kommunikation.

Die Ausstellung soll die besondere Kompetenz der FAU auf dem Gebiet der Regionalforschung veranschaulichen und deutlich machen, daß die Kulturwissenschaften die Herausforderungen unserer Gegenwart annehmen, daß sie den "Elfenbeinturm" längst verlassen haben und daß ihre Forschungsergebnisse durchaus von Bedeutung sind für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Bayern.

* Weitere Informationen:

Dr. Petra Bendel

Geschäftsführerin des Zentralinstituts für Regionalforschung
Kochstraße 4, 91054 Erlangen
Tel.:09131/85 -22368, Fax: 09131/85 -22028
E-Mail: pabendel@phil.uni-erlangen.de

Prof. Dr. Horst Kopp
Sprecher des Forschungsverbunds FORAREA
Institut für Geographie
Kochstraße 4, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -22012, Fax: 09131/85 -22013
E-Mail: hkopp@geographie.uni-erlangen.de
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