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Wie es Männer mit der Familie halten - Studie "männer leben" mit ZEFIR

06.09.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Um Lebensläufe, Familienpläne und Zukunftswünsche von 25-54jährigen Männern geht es in der Studie "männer leben". Ab September werden 450 Gelsenkirchener am Telefon interviewt.

Bochum, 06.09.2002
Nr. 248

Wie es Männer mit der Familie halten
Studie "männer leben" mit ZEFIR
Telefonbefragung in Gelsenkirchen

Lebensläufe, Familienpläne und Zukunftswünsche von 25-54jährigen Männern erforscht das Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung der RUB (ZEFIR, Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier) zusammen mit der Ev. Fachhochschule und der Albert-Ludwigs-Universität, beide in Freiburg, sowie der Forschungsstelle für Partner- und Sexualforschung in Leipzig für die Studie "männer leben", die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Auftrag gegeben hat. 450 der insgesamt 1500 zufällig ausgewählten Studienteilnehmer wohnen in Gelsenkirchen. Im September und Oktober führen Emnid-Mitarbeiter - unter strenger Beachtung des Datenschutzes - bei ihnen Telefonbefragungen durch.

Die Rolle der Familienbiografie

Von besonderem Interesse ist bei der Studie, ob und wie Männer ihre beruflichen und familiären Interessen vereinbaren können, welche Erfahrungen sie bislang in den Bereichen Partnerschaft, Schwangerschaft und Empfängnisverhütung gemacht haben und wie ihre weitere Lebensplanung mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Partnerin aussieht. Wie sehen sie ihre Rolle aus "Familienernährer"? Was bedeutet für sie der biologische Unterschied, dass Frauen die Kinder bekommen bzw. ohne Wissen des Mannes eine Schwangerschaft abbrechen können? Eine weitere spannende Frage ist, welche Rolle die Herkunftsfamilie oder andere individuelle Erfahrungen in der eigenen Geschichte dabei spielen. Die Forscher werden nach Mustern von "Familienbiografien" für unterschiedliche Sozialgruppen, Milieus und Lebenswelten (z.B. Ost/West, Stadt/Land, Bildungsgruppen) suchen. Nicht zuletzt erforschen sie auch, welche Unterstützung sich Männer in den angesprochenen Lebensbereichen wünschen.

Familienfragen sind auch Männerfragen

Bisher wurden immer nur Frauen nach Familie, Kinderwunsch und Kindern gefragt. Auch 2000/01 war das so, in der Studie "frauen leben", die zwar spannende Ergebnisse brachte, aber eben nur auf Frauen begrenzt. Dabei sind Familienfragen natürlich auch Männerfragen. Mit der Studie "männer leben" wollen die Forscher das Versäumte nun nachholen. Und so wird ab September 2002 bei 450 zufällig ausgewählten Gelsenkirchener Männern zwischen 25 und 54 Jahren das Telefon klingeln, ein Mitarbeiter von EMNID wird um ein Interview bitten. Alle Männer mit und ohne Kinder sollen dabei angesprochen werden, da heute die Lebens- und Partnerschaftsformen vielfältig sind. Ein Teil der Männer wird dann noch einmal um ein zweites, "freies" Interview gebeten, in dem sie dann mit eigenen Worten ihre Geschichte und ihre Meinungen erzählen können. Gelsenkirchen ist neben Leipzig und Freiburg eine von drei Befragungsregionen.

Website des Projekts

Auf der Homepage des Forschungsprojekts http://www.maennerleben.de (s.u.) finden sich neben Details zu der Studie auch Ergebnisse von "frauen leben".

Weitere Informationen

Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum, Tel. 0234/32-23706 oder 0234/32-24675, Fax: 0234/32-14253, E-mail: zefir@ruhr-uni-bochum.de
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