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Auftakt für EXPO: Gestatten, der Name ist HIPERCOAT

23.05.2000 - (idw) Universität Dortmund

Wir schreiben den 1. Juni 2000: Die Weltausstellung EXPO 2000 öffnet ihre Pforten. Alle Welt reist nach Hannover. Alle Welt? In Witten an der Ruhr gibt es ebenfalls ein EXPO-Projekt zu bestaunen. Ein Beitrag der Universität Dortmund und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen mit dem geheimnisvollen Namen HIPERCOAT.
Es handelt sich um eines der Projekte, die während und im Zusammenhang mit der Weltausstellung in Hannover weltweit zum EXPO-Motto "Mensch - Natur -Technik" präsentiert werden.

Beim Projekt HIPERCOAT ("High Performance Coating and Stripping Technology") geht es um
Hochleistungsbeschichtungs- und entschichtungstechnologie. "Schichtwechsel für bessere Arbeitsplätze" ist die Botschaft von HIPERCOAT. Denn an den Arbeitsplätzen sollen - zum Schutz der Beschäftigten - Emissionen reduziert werden.
Herstellung und Recycling von Verbundwerkstoffen sollen mehr denn je "im Kreisverkehr" stattfinden, um Rohstoffe zu schonen. Die Lebensdauer von Beschichtungen soll erhöht und damit der Gebrauchswert der Produkte gesteigert werden.
Der EXPO-Beitrag der Universität Dortmund findet sich im neuen Forschungszentrum für Technologien in Sonderumgebungen des Lehrstuhls für Werkstofftechnologie der Fakultät Maschinenbau.

Für Medienvertreter und freie Journalisten beginnt die EXPO bereits am 31. Mai in Witten.
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Wir laden Sie ein zur
Vorstellung des weltweiten EXPO-Projekts
HIPERCOAT und des Forschungszentrums für Technologien in Sonderumgebungen (FORTIS)
der Universität Dortmund im Wittener Industrie-, Gewerbe. und Technologiepark WIT, Stockumer Str. 28, 58453 Witten.
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Programm:
13:00 Uhr Begrüßung durch Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Albert Klein und Dekan Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner
13:20 Uhr Vorstellung des Projekts HIPERCOAT und des Forschungszentrums durch Prof. Dr.-Ing. Fr.-W. Bach
13:40 Uhr Aktuelle Forschungsaktivitäten an FORTIS (Dipl.-Ing. J. Lindemaier, Leiter des Forschungszentrums)
14:00 Uhr Themenschwerpunkte des Projekts HIPERCOAT (Dr.-Ing. R. Versemann)
14:20 Uhr Besichtigung von FORTIS und Vorführungen zu HIPERCOAT
Ab 15:00 Uhr Geselliges Beisammensein mit den Lehrstuhlmitarbeitern.

Achtung:
Die Stockumer Straße befindet sich in Witten-Annen als Querstraße zur Dortmunder Straße. Sie ist nicht identisch mit der Stockumer Straße in Dortmund Eichlinghofen.

Weitere Information
Forschungsverbund - DACH zwischen dem Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (LWT), Universität Dortmund, Prof. Dr.-Ing. Fr.-W. Bach, Ruf 0231-7552581, und dem Lehr- und Forschungsgebiet Werkstoffwissenschaften (WW), RWTH Aachen, Prof. Dr. techn. E. Lugscheider, Ruf 0241-16602-0
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Zur Erinnerung: Aus unserer Medieninformation 00-219

Dortmunder und Aachener Forscher:
"Schicht-Wechsel" für bessere Arbeitsplätze
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An den Arbeitsplätzen sollen - zum Schutz der Beschäftigten - Emissionen reduziert werden. Herstellung und Recycling von Verbundwerkstoffen sollen mehr denn je "im Kreisverkehr" stattfinden, um Rohstoffe zu schonen. Die Lebensdauer von Beschichtungen soll erhöht und damit der Gebrauchswert der Produkte gesteigert werden. Um diese Ziele zu erreichen, haben sich Forscher aus Dortmund und Aachen unter einem "DACH" zusammengeschlossen. Ihr Projekt trägt den geheimnisvollen Namen "HIPERCOAT" - im kommenden Jahr ist es ein Bindeglied zwischen der EXPO 2000, der Weltausstellung in Hannover einerseits und der Universität Dortmund sowie der RWTH Aachen andererseits.

HIPERCOAT kürzt die englische Bezeichnung des Projektes ab: High Performance Coating and Stripping Technology. Dabei geht es - auf Deutsch - um Hochleistungsbeschichtungs- und -entschichtungstechnologie.

Der von Prof. Dr.-Ing. Fr. W. Bach geleitete Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (LWT) arbeitet im Forschungsverbund DACH eng mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Werkstoffwissenschaften (WW) an der RWTH Aachen unter Leitung von Prof. Dr. techn. E. Lugscheider zusammen.

Die DACH-Spezialisten über ihr Projekt:

Die Funktion und Einsatztauglichkeit von Bauteilen definiert sich im wesentlichen durch die Eigenschaften an der Bauteil-oberfläche. Diese Tatsache hat zur Entwicklung von Werkstoffverbunden durch unterschiedlichste Beschichtungstechniken geführt.

Im Bereich der Dünn- und Dünnstschichttechnik etablierten sich in den vergangenen Jahrzehnten u.a. die Thermische Spritztechnik sowie Gasphasenprozesse, wie die PVD-Technik (Physical-Vapour Deposition). Die Oberfläche von Bauteilen kann mit Hilfe dieser Verfahren gezielt beeinflusst, optimiert und so das Gesamtverhalten einer Komponente vor dem Hintergrund des einwirkenden Anforderungsprofils perfektioniert werden.

Beispiele für optimierte, aufgabenangepasste Beschichtungen aus diesem Technologiebereich sind biokompatible Beschichtungen auf Implantaten, die ein schnelleres und sicheres Anwachsen des Knochens an das Implantat ermöglichen sowie spezielle Schichtsysteme in Flugturbinen, die die Temperaturbelastung für die Schaufeln reduzieren und einen Schutz gegenüber Heißgaskorrosionseinflüssen bereitstellen.
Durch die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten von Werkstoffkombinationen lassen sich für jeden Anwendungsfall beanspruchungsgerechte Oberflächen auslegen. In Kombination mit modernen Entschichtungstechniken wird die Beschichtungstechnik zu einem Garanten des technischen Fortschritts.

Das Projekt HIPERCOAT hat das Ziel, durch eine ganzheitliche Betrachtung die Be- und Entschichtungstechniken für den Einsatz im kommenden Jahrhundert nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei stellen die Steigerung der Wertschöpfung, die Ressourcenschonung sowie die Humanisierung des Arbeitsplatzes die globalen Ziele des Vorhabens dar.

Die im Rahmen von HIPERCOAT vorgesehene Entwicklung von Höchstgeschwindigkeits- und Höchstleistungsverfahren im Bereich der Be- und Entschichtung soll durch Effizienzsteigerung der Prozesse und Lebensdauererhöhung der Beschichtungen zu einer Steigerung der Wertschöpfung führen. Eine Qualifizierung dieser Techniken für extreme Umgebungen (unter Wasser, Unterdruck, Überdruck, kontaminierte Räume) trägt durch die Erweiterung des Anwendungspotentials ebenfalls zur Steigerung der Wertschöpfung bei.

HIPERCOAT soll durch Schaffung von Be- und Entschichtungskreisläufen unter dem Aspekt des Recyclings von Schichtmaterialien einen Beitrag zur Ressourcenschonung liefern. Das Etablieren technisch sicherer Prozesse durch den konsequenten Einsatz von Diagnostik-, Kontroll- und Regelinstrumenten unter Einbeziehung von Modellierungs- und Simulationsmethoden soll ebenfalls in diese Richtung wirken.

HIPERCOAT sieht eine Verlagerung der Prozesstechniken unter Wasser zur Verringerung von Emissionen und Immissionen vor. Für Entschichtungsvorgänge gilt es, die derzeit noch weit verbreiteten nasschemischen Verfahren durch Wasserstrahlverfahren zu ersetzen. Beide Schritte zielen auf eine Humanisierung des Arbeitsplatzes.

Die wissenschaftliche Bearbeitung von HIPERCOAT erfolgt im Rahmen des Forschungsverbundes DACH in enger Kooperation mit den maßgeblichen Unternehmen und Institutionen dieser Branchen.
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