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Sprachlehrzentrum der Universität Heidelberg wird 25 Jahre alt

25.05.2000 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Einladung an die Medien zum Empfang des Rektors der Ruprecht-Karls-Universität, Prof. Dr. Jürgen Siebke, am 30. Mai 2000 um 18.15 Uhr im Haus Buhl (Hauptstraße 232, 69117 Heidelberg)

Das Sprachlehrzentrum für studienbegleitende Fremdsprachenausbildung und Sprecherziehung (ZSL) der Universität Heidelberg feiert am 30. Mai 2000 sein 25-jähriges Bestehen. Es ist der Neuphilologischen Fakultät als selbstständige Betriebseinheit zugeordnet und dient den Universitätsmitgliedern zum Erwerb und zur Vertiefung von Kenntnissen in den neueren Sprachen. Bei einem Empfang im Haus Buhl wird Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke auf die Bedeutung des Zentrums hinweisen. Akademischer Direktor Erich G. Pohl gibt dann einen Rückblick auf die 25-jährige Geschichte.

Seit seiner Gründung haben sich im Bereich der studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung insgesamt 67 493 Hörer aller Fakultäten und Universitätsbediens-tete beworben, von denen wegen unzureichender Finanzmittel nur 41 325 als Teilnehmer zu den Sprachkursen zugelassen werden konnten. Gemäß der Aufgabenstellung des ZSL rekrutiert sich die überwiegende Anzahl der Studierenden aus Nichtphilologen. Unter ihnen nehmen Mediziner, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler von Beginn an die ersten Ränge ein.

Philologen, Dolmetscher und Übersetzer können nur dann an Sprachkursen des ZSL teilnehmen, wenn sie über ihre jeweiligen Studienfächer hinaus noch weitere Sprachen studieren wollen. Seit der politischen Wende im Osten ist auch eine starke Zunahme von Studierenden des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg zu beobachten. Deren Interesse gilt vor allem den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch. Nahezu alle Studierenden streben als Abschlüsse ein Sprachzeugnis oder Sprachzertifikat an, die ab dem Sommersemester 1990 eingeführt wurden. Maßgeblich für beide Dokumente sind die Vorgaben des Wissenschaftsrats und der Hochschulrektorenkonferenz.

Als berufsrelevante Zusatzqualifikation zum jeweiligen Hochschuldiplom oder Staatsexamen bestätigt das Sprachzeugnis (4 Semester) eine allgemeinsprachliche Grundkompetenz ausgehend vom Anfängerniveau. Das Sprachzertifikat (6 Semester) bestätigt eine fachbezogene interkulturelle Sprachkompetenz. Aus Kapazitätsgründen kann ein Sprachzertifikat nur für die fächerübergreifenden Großgruppen Kultur- und Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin sowie Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch angeboten werden.

Seit dem Sommersemester 1990 erwarben die Studierenden 2044 Sprachzeugnisse und 1035 Sprachzertifikate. Im selben Zeitraum wurden überdies 3497 Sprachtests durchgeführt und die dazugehörenden Sprachbescheinigungen ausgestellt, wie sie vom Akademischen Auslandsamt für die Bewerbungsunterlagen der Studierenden zum Studium im Ausland gefordert werden.

Auslastung überdurchschnittlich hoch

Die Auslastung der Kurse in den neun am ZSL angebotenen Fremdsprachen Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch und Tschechisch ist überdurchschnittlich hoch. Mehr als 20 Prozent der Bewerber können wegen fehlender Finanzmittel nicht zugelassen werden.

Die Bedeutung des ZSL

Die stetig zunehmende Internationalisierung in allen Lebensbereichen erfordert eine hochschulspezifische und hochschuladäquate studienbegleitende Fremdsprachenausbildung der Hochschulabsolventen. Neben der von den Arbeitgebern vorausgesetzten soliden Fach- und Sachkompetenz sind Mehrsprachigkeit und in längeren Auslandsaufenthalten erworbene interkulturelle Kompetenz zunehmend gefragt, um die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt im internationalen Wettbewerb bewältigen zu können.

Das ZSL leistet hierzu seinen Beitrag und nimmt im Auftrag der Gesamtuniversität unverzichtbare Aufgaben für Hörer aller Fakultäten und Universitätsbedienstete (im Rahmen der Weiterbildung) wahr. Zielvorstellung der Universität bei der Planung des ZSL war es, vor allem den Studierenden der nichtphilologischen Studienfächer die Chance zu geben, neben dem eigentlichen Fachstudium neue Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben und vorhandene Sprachkenntnisse zu vertiefen.

"Das ZSL hat die ihm übertragenen Aufgaben mit einem Höchstmaß an Engagement seiner Mitarbeiter erfüllt und ist nach Meinung der Studierenden zu einer unverzichtbaren Universitätseinrichtung geworden, die aus dem Leben der Universität nicht mehr wegzudenken ist", bilanziert Direktor Erich G. Pohl. Infolge der in einem überschaubaren Rahmen über mehrere Semester hinweg erlebten sprachlichen und interkulturellen Vielfalt in den jeweiligen Lehrveranstaltungen trage das Zentrum in erheblichem Maße zum Entstehen eines Alumni-Bewusstseins der Heidelberger Studierenden für ihre alma mater bei "und ist somit zu einem wichtigen Ort der Begegnung zwischen deutschen und ausländischen Studierenden aller Fächer innerhalb der Universität geworden".

Rückfragen bitte an:

Akad. Dir. Erich G. Pohl, M.A.
Tel. 547200, Fax 547240

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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