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Umkämpfte Modernisierung - die "neue Mitte" neu diskutieren

25.05.2000 - (idw) Sozialforschungsstelle Dortmund

Eine Veranstaltung im Rahmen des sfs-forums
"Neue Arbeit, neue Gesellschaft - nach dem Umbruch"
Veranstaltungsreihe der Sozialforschungsstelle
Veranstaltung am 27. Juni 2000 von 13.00 - 17.00 Uhr
in der Sozialforschungsstelle, Evinger Platz 17, 44339 Dortmund
Tel. +49(0)231 8596241; Fax +49(0)231 8596100

Zwischen der Hoffnung auf ein "neoliberales Wirtschaftswunder" und unterschiedlichen Vorstellungen einer "nachhaltigen Entwicklung", wie auf der Konferenz von Rio definiert, könnte man das Spektrum aktuell umlaufender Zukunftsszenarien vielleicht sortieren. Einig ist man darin, dass es ein einfaches "weiter so" nicht geben kann. Aber welcher Pfad der Modernisierung beschritten werden soll oder kann, ist heftig umstritten und welche gesellschaftspolitischen Reformen hierfür erforderlich sind gleichermaßen.
Für die Gewinnung der erforderlichen politischen Mehrheiten wurde im alten Koordinatensystem von links und rechts schon immer die politische Mitte umworben. Heute, da dieses Koordinatensystem nicht mehr stimmig ist und politische Optionen nach Auffassung vieler Beobachter "jenseits von Links und Rechts" formuliert werden müssen, ist die "neue Mitte" zum Zauberwort für die Gewinnung politischer Mehrheiten geworden. Deren Beschreibung seitens der Politik aber, die sie als die Leistungsträger einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung, vom Facharbeiter bis hin zu den modernen "Arbeitskraftunternehmern" in den produktionsnahen Dienstleistungsbereichen definiert, ist allenfalls vordergründig griffig. Wir wollen die politischen Konzepte dieser neuen Mitte diskutieren und dazu zunächst fragen, was sich denn wirklich in der Mitte unserer Gesellschaft verändert.
Was folgt aus den tiefgreifenden Umbrüchen der Arbeitsverhältnisse und Lebensentwürfe der Menschen - nicht nur an den Rändern sondern auch im Zentrum des Erwerbssystems? Wie sind sie von der weiter voranschreitenden Unterspülung und Ausfransung der Institutionen der überkommenen Arbeitsgesellschaft betroffen? Wie setzen sie sich selbst handelnd damit auseinander und betreiben so zugleich aktiv jene gesellschaftlichen Veränderungsprozesse selbst mit, eben jene Veränderungsprozesse, auf die die Politik Antworten sucht, für deren Durchsetzung sie wiederum die Unterstützung der Angehörigen der vielberufenen "neuen Mitte" zu gewinnen sucht.

Tagungsablauf:
ab 12.00 Uhr Anreise, Imbiss, Einstimmung auf das Thema
13.00 Uhr Begrüssung (Dr. Gerd Peter)
13.15 Uhr Inhaltliche Einführung (Dr. Helmut Martens)
13.30 Uhr Referate
Arbeitsverhältnisse und Lebenswürfe in den Prozessen gesellschaftlicher Transformation im Blick auf das Geschlechterverhältnis
(Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel, Berlin)
Das politische Konzept der "neuen Mitte" im Kontext der Globalisierungsdebatten
(Dr. Willy Brüggen, Berlin)
Netzwerkpolitik und neue Formen zivilgesellschaftlicher Subjektivität
(Dr. Frieder O. Wolf, Berlin)
Arbeit, Virtualität, Netzwerke
(Dr. Rüdiger Klatt, Dortmund)
14.30 Uhr Erste Diskussion im Plenum
15.15 Uhr Kaffeepause
15.30 Uhr Diskussion im Plenum
ca. 17.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Dr. Helmut Martens
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