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Was Umweltschutz, Gehirnforschung und Stahlindustrie verbindet

30.05.2000 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Chemiker aus aller Welt berichten in einer Tagung in Bonn vom 11.-15. Juni 2000 über neue Methoden und Trends in der elektrochemischen Analyse.

Chemiker verfügen über viele unterschiedliche Analysemethoden, um das ein oder andere Rätsel dieser Erde zu lüften. Eines der wichtigsten Handwerkszeuge sind elektrochemische Verfahren wie z.B. die Potentiometrie, Voltametrie oder die Leitfähigkeitsmessung. Von Sonntag, den 11. Juni bis Donnerstag, den 15. Juni 2000 treffen sich in der Universität Bonn (Römerstr. 164) über 250 Chemiker aus 40 Ländern um über die neuesten Methoden und Einsatzgebiete zu diskutieren. Die Forscher berichten hierbei über den Nutzen und die Perspektiven im klinischen Bereich, in der Umweltanalytik, in der Pharmazie oder auch in der Stahlindustrie. In sechs Hauptvorträgen werden die Anfänge der elektrochemischen Analyse skizziert - wie der bahnbrechenden Erfindung der ionen-selektiven Elektroden - und die heutigen hypermodernen Einsatzgebiete z.B. in der Hirnforschung vorgestellt.

Der Trend zu immer kleineren und präziseren Instrumenten hat auch vor den Analytikern nicht Halt gemacht. Mit Hilfe winziger Kapillaren von nur 450 Nanometern Durchmesser (ein Nanometer ist Ein-Milliardstel Meter) wird es möglich, einer Nervenzelle bei ihrer "Arbeit" zuzusehen, d.h. zu analysieren, welche Botenstoffe sie ausschüttet und in welcher Menge dies geschieht. Ein anderes Verfahren aus den Laboren der Analytiker hilft der Stahlindustrie die Widerstandsfähigkeit des Metalls gegen Rost zu erkennen. Hier fallen dank der Analytiker aufwendige und teure Witterungstests einfach weg. In der Umweltanalytik spürt ein auf einen Chip integrierter Sensor Kupfer-, Blei- und Cadmiumverseuchung im Meereswasser auf.

Das Treffen der ESEAC findet seit dem Bestehen der wissenschaftlichen Organisation (1986) zum ersten Mal in Deutschland statt. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich organisiert das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn dieses Treffen der weltweit führenden Elektroanalytiker.

Beiträge aus der Grundlagenforschung sind ebenso Bestandteil des Programms wie Neuigkeiten aus der angewandten Forschung. Nachwuchswissenschaftler erhalten die Chance ihre Arbeiten in einer Posterausstellung zu präsentieren und mit den erfahrenen Kollegen zu diskutieren.


Das ausführliche Programm findet sich im Internet unter:
http://www-upb.ipc.kfa-juelich.de/ESEAC2000.htm

Ansprechpartner für Interview-Wünsche und Hintergrundinfos:
Priv.-Doz. Dr. Hendrik Emons, Institut für Angewandte Physikalische Chemie, FZJ, Tel.: (02461) 61 5701, Fax: (02461) 61 2493, e-mail: h.emons@fz-juelich.de,
und: Prof. Dr. H. Baltruschat, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Uni Bonn, Tel.: (0228) 73 4162, Fax: (0228) 73 4540, e-mail: baltruschat@uni-bonn.de
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