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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 31. Juli 2014 

Erstes deutsches Science-Center zur Photovoltaik in Gelsenkirchen eröffnet

29.05.2000 - (idw) Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Freiburger Firmen lieferten Know-how für Weltweites Projekt der EXPO2000


Eingang des PIZ mit holographischen Elementen, rechts: Dr. Klaus Heidler Freiburg, den 29.5.00

Am 24.5.00 wurde in Gelsenkirchen das Photovoltaik Info-Zentrum der Shell Solar eröffnet. Es dient nicht nur der Information von Besuchern der angrenzenden Shell Solarzellenfabrik, sondern bietet Laien wie Fachleuten einen gleichermaßen tiefge-henden und spielerischen Zugang zur Stromerzeugung aus Solarzellen, wie er in die-ser Form vermutlich weltweit einmalig ist. Das Konzept und das Projektmanagement kam von der Freiburger Firma Dr. Klaus Heidler Solar Consulting.
Wie funktioniert eine Solarzelle? Wie wird sie hergestellt? Was brauche ich alles für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach? Was kostet das? Scheint bei uns über-haupt genug Sonne? Welche neuen Arten von Solarzellen gibt es? Das Photovoltaik Info-Zentrum (PiZ) gibt auf 300 m2 Fläche dazu Antworten zum Anfassen durch Ex-ponate und Experimente, die von Wissenschaftlern nach den Vorgaben von Kom-munikationsfachleuten entwickelt wurden.
Eine Multimedia-Schau stellt den großen Zusammenhang her und blättert den gan-zen Fächer erneuerbarer Energien auf. Eine Fabrik zum Mitmachen zeigt, wie aus Sand das Miniaturkraftwerk Solarzelle entsteht Der Ausstellungsbereich Systemtech-nik zeigt die Komponenten und - auf dem Dach - 1:1 Komplettmodelle von netzge-koppelten und autarken Photovoltaik-Anlagen. Eine Wechselausstellung informiert tiefer über ein ausgewähltes Thema nachhaltiger Energiewirtschaft; den Anfang macht die Speicherung, unter anderem mit einem supraleitenden Magnetspeicher. . An der Servicetheke und der Infotankstelle, schließlich, wird der verbleibende Wis-sensdurst gelöscht. Im Solar Trend Shop kann man Solarartikel kaufen.
Der Kern des PiZ ist die Fabrik zum Mitmachen, die den Besucher auf dem Weg vom Sand zum System mitnimmt. "Ein wichtiges Prinzip unseres Ausstellungskonzepts ist 'Über das Herz in den Kopf', erläutert Dr. Klaus Heidler, Chef von Solar Consulting. "Je schwieriger die Materie, desto leichter muss der Zugang gestaltet sein. Deshalb haben wir eine Menge Spaß und Anfassen eingebaut.". Exponate und Experimente, dieses Bereichs stammen ebenfalls aus Freiburg, vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und der PSE GmbH - Forschung Entwicklung Marketing. Das 1:1 Modell einer industriellen Drahtsäge demonstriert eindrucksvoll wie 500 km feinster Draht Siliziumblöcke in hauchdünne Scheiben schneidet. Das mechanische Modell eines pn-Übergangs erschließt die Geheimnisse des photovoltaischen Effekts in die-ser Form zum ersten Mal auch Laien anschaulich. In 50-facher Vergrößerung können die Besucher den Querschnitt durch ein Solarmodul be-greifen. Mit einem elektroni-schen Systembaukasten kann jeder sein Photovoltaik-System zusammenstellen und verschiedene Varianten von einem professionellen Simulationsprogramm testen las-sen. In einem Wettbewerb finden Besucher mit Joysticks und Displays heraus, wer besser den optimalen Arbeitspunkt eines Systems nachführen kann. In einer Mo-delllandschaft geht die Sonne nach Wahl frühlingshaft, sommerlich oder winterkalt auf . Bewegliche Bäume und Kamine, unterschiedliche Ausrichtung und Neigung der Solarmodule zeigen, wie viel Stromertrag ein System unter verschiedenen Bedingun-gen liefert. Fortgeschrittene können an einem Kennlinienschreiber die Folgen von Serien- und Parallelschaltung, Abschattung und Laständerung studieren.
"Gelsenkirchen ist um eine einmalige Attraktion reicher" so Bürgermeister Rehberg bei der Einweihung. "Und diese Attraktion kommt genau zu rechten Zeit", ergänzte Dr Frithjof Kublik, Bereichsleiter Regenerative Energien der Deutschen Shell AG und spielte damit auf den erwarteten Photovoltaik Boom angesichts des 100.00-Dächer-Programms und des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes an. Der Nordrheinwestfälische Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold beflügelte seine Aussage vom Strukturwandel im "Energieland Nr. 1" mit der Vision: "Möge aus der Stadt der 1000 Feuer die Stadt der 1000 Sonnen werden".
Das Photovoltaik Informations-Zentrum bildet zusammen mit dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen und der Ein-Megawatt-Anlage der Verwaltungsakademie des Landes NRW in Herne das Weltweite EXPO-Projekt "Solardreieck Emscher Park". Weitere Informationen zum PiZ und Anmeldung von Besuchen unter Tel. 0209/120 2244. Ab Juli wird es unter www.shell-solar-piz.de ein virtuelles Photovoltaik Info-Zentrum geben.
Dr. Klaus Heidler Solar Consulting wurde 1997 gegründet und beschäftigt derzeit vier Personen. Als Unternehmensberatung für "Kommunikation und erneuerbare Energien" arbeitet die Firma in drei Geschäftsfeldern: Marketing und Management, Public Relations, Beratung und Fortbildung. Zu den Kunden zählen das Fraunhofer-Institut für Solar Energiesysteme, die International Solar Energy Society , die Stadt Freiburg und zahlreiche Solarfirmen. Eine Spezialität sind die Begleitung komplexer Prozesse durch Moderation und Mediation.

Kontakt

Dr. Klaus Heidler, Tel. 0761/70 72 530, Fax. 70 72 53 1,
heidler@solar-consulting.de
Bilder unter www.solar-consulting.de oder als Abzug.
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