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Mit UrMEL in die digitale Bibliothekszukunft

05.06.2000 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Workshop "Digitale Bibliotheken" an der Uni Jena bereitet Thüringer Großprojekt vor

Jena (05.06.00) Wenn sich von morgen (06.06.) bis Donnerstag rund 70 ausgewählte Experten im Multimediazentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena versammeln, dann dreht sich alles um die Digitale Bibliothek und nicht zuletzt um UrMEL. Nicht der Dino aus der Augsburger Puppenkiste ist das Thema des Workshop "Digitale Bibliotheken", den die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) und das Uni-Rechenzentrum ausrichten. UrMEL steht für "University Multimedia Electronic Library" und bezeichnet den zentralen Multimedia-Server der Universität, der zu Jahresbeginn in Betrieb genommen wurde, nachdem im vergangenen Jahr eine Digitalisierung von Akten des Uni-Archivs erfolgreich getestet worden ist.

"Dass Jena den Workshop durchführen kann, an dem Vertreter sowohl aus Europa als auch aus den USA teilnehmen, verdeutlicht, dass die Leistungen der Universität auf dem Gebiet der Speicherung und Bereitstellung von Volltexten und multimedialen Daten im Rahmen eines universitären Gesamtkonzeptes nicht nur in Thüringen anerkannt werden", freut sich ThULB-Direktorin Dr. Sabine Wefers. "UrMEL bietet schon heute die Voraussetzung dafür, alle an der Friedrich-Schiller-Universität verstreuten Aktivitäten zum Einsatz von Multimedia und Volltextdatenbanken zu vereinigen", erläutert die Bibliotheks-Chefin. Zurzeit sind zunächst einige Prüfungsarbeiten, wie Dissertationen oder Magisterarbeiten, sowie Videosequenzen zugänglich. In Zukunft sollen Teleteaching-Vorlesungen und ausgewählte Forschungsberichte dort gespeichert werden, berichtet Wefers Mitarbeiter Michael Lörzer. Dabei ist es wichtig, betont der Bibliotheksmitarbeiter, dass für jede Dokumentenklasse ein digitaler Geschäftsgang erstellt wird, um eine qualitativ hochwertige Füllung der Datenbank zu sichern.

Die Basissoftware von UrMEL ist das Produkt IBM DB2 Digital Library, das ein umfangreiches Repertoire an Softwarebausteinen zum Suchen, Wiederfinden und sicheren Verteilen von multimedialen Daten beinhaltet. In den vergangenen Monaten ist ebenfalls das Essener Datenmodell MILESS auf die Jenaer Verhältnisse zugeschnitten worden. "Damit nicht alles doppelt entwickelt wird, arbeiten wir eng mit Essen zusammen", erläutert Lörzer. Außerdem sollen während der Tagung Absprachen getroffen werden, um bundesweite Standards für die Digitale Bibliothek zu vereinbaren - kostspielige Fehl- und Doppelentwicklungen würden damit vermieden.

Für Thüringen könnte es bereits in nächster Zeit zu einer einheitlichen Lösung kommen. "Das System, das eine Speicherung großer Datenmengen auf verteilten Datenservern erlaubt, könnte die Grundlage für eine Digitale Bibliothek Thüringens sein", ist Dr. Wefers optimistisch. Mit der Universität Erfurt sind erste Abstimmungen erfolgt, und im nächsten Monat wird zu Testzwecken ein an den Jenaer Bibliotheksserver angeschlossener Objektserver installiert, beschreibt die Direktorin. Auf dieser Grundlage ließen sich weitere Bibliotheken Thüringens integrieren.

Ansprechpartner:
Dr. Sabine Wefers/Michael Lörzer
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Ernst-Abbe-Platz 2
07743 Jena
Tel.: 03641/940000
Fax: 03641/940002


Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Axel Burchardt M. A.
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641/931041
Fax: 03641/931042
E-Mail: hab@sokrates.verwaltung.uni-jena.de
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