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Umweltrelevante Bakterien: Neues Genomprojekt gestartet

06.06.2000 - (idw) Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) genehmigt Projekt zur Erforschung der Genome dreier mariner Bakterien.


Proben direkt vom Meeresgrund: aus den Bohrkernen isolieren die Wissenschaftler Bakterien.
PD Dr. Rudolf Amann vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie Startschuss für das vom BMBF geförderte Projekt zur Analyse der Erbinformation von drei umweltrelevanten marinen Bakterien

Genomforschung ist in aller Munde. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt ein Projekt zur Erforschung der Genome dreier mariner Bakterien genehmigt. Das Vorhaben wird mit 4,5 Millionen DM für einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert. Es ist als Verbundprojekt mit fünf Partnern konzipiert, wobei die Koordination bei Priv.-Doz. Dr. Rudolf Amann am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen liegt.
Im Unterschied zu derzeit weltweit laufenden Genomprojekten stehen im geförderten Projekt erstmals Umweltbakterien mit Bedeutung in natürlichen Stoffkreisläufen im Mittelpunkt. Zwei der ausgewählten Organismen sind Vertreter der ökologisch wichtigen Gruppe sulfatreduzierender Bakterien, die in marinen Sedimenten rund die Hälfte der verwertbaren Biomasse zu Kohlendioxid umsetzen. Der dritte Organismus gehört einer eigenständigen, bisher wenig charakterisierten Bakteriengruppe an, die in hoher Zahl im Meer vorkommt.
Ein zentrales Anliegen des Projektes ist es, die Verwertung genomischer Daten in der Umweltmikrobiologie grundsätzlich zu erproben. Mit der Anwendung der Chip-Technologie und der Bioinformatik sollen die jeweiligen Stoffwechselwege und deren Regulation untersucht werden. Davon versprechen sich die Forscher grundlegende Einblicke in die molekularen Vorgänge, die sich bei der Anpassung der Organismen an wechselnde Umweltbedingungen abspielen. Dies soll langfristig die Grundlage für eine objektivere Umweltüberwachung bilden mit dem Ziel, die Auswirkung menschlicher Einflüsse von natürlichen Umweltschwankungen zu unterscheiden.

Pressegespräch am Freitag, den 9.Juni um 10:30 Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Instituts, Celsiusstr. 1, 28359 Bremen Rückfragen bitte an Dr. Manfred Schlösser Tel. 0421-2028-704 ; Email mschloes@mpi-bremen.de
Fax: 0421-2028-790
oder an
PD Dr. Rudolf Amann
0421-2028-930
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