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Handeln, Rechten, Sprechen - Hansehistoriker und Niederdeutschforscher tagen zusammen

07.06.2000 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Einladung zu einem Pressegespräch mit dem Hansischen Geschichtsverein und dem Verein für niederdeutsche Sprachforschung am 13. Juni 2000 um 14 Uhr in der Uni-Aula

Nicht Hanseln tagen, sondern - seit über 100 Jahren wissenschaftlich verbunden - die Spezialisten vom Hansischen Geschichtsverein (116. Jahresversammlung) und jene vom Verein für niederdeutsche Sprachforschung (113. Jahresversammlung) - beide gemeinsam vom 12. bis zum 15. Juni 2000 abwechselnd in der Aula der Universität, Domstraße 11, und im Schwurgerichtssaal des Oberverwaltungsgerichts, Domstraße 8. Über 150 Teilnehmer aus Nord- und Osteuropa kommen.

Beide Vereine bitten für den 13. Juni 2000 (Dienstag nach Pfingsten) um 14 Uhr s.t. zu einem Gespräch mit "der Presse" - in der Aula.

Der Hansische Geschichtsverein wird sich mit der "Stadt in der Hanse" beschäftigen; die Niederdeutsch-Sprachforscher erkunden "Niederdeutsche Sprache und Literatur". Die Referenten des Hansevereins kommen aus Thorn, Groningen, Münster, Frankfurt/M., Riga, Kiel, Greifswald und Lübeck; die Vortragenden der Paralleltagung stammen aus Münster, Oslo, Linköping, Antwerpen, Bielefeld, Groningen und Greifswald.

Die Historiker sprechen über Städte, Stadtrecht, vergleichen Städte und ihre Rolle auf Hansetagen. Die Sprachforscher verfolgen Feinheiten des Plattdeutschen etwa bei den russischen Mennoniten nach oder der Sprache in Hexereiverhörprotokollen.

Eine Information zum Verein für niederdeutsche Sprachforschung: er verzichtet bewußt auf die Pflege des Plattdeutschen, sondern widmet sich wissenschaftlich der niederdeutschen Sprache und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt nebst ihrem Einfluß auf Nachbarsprachen. "Geschichtliche Entwicklung und Erscheinungsform des Niederdeutschen werfen", so Dr. Ingrid Schröder, unsere neue Professorin für Niederdeutsche Philologie "heute zahlreiche neue Fragen auf, die auch in der internationalen Diskussion von Bedeutung sind. Diese stammen vor allem aus der gegebenen Mehrsprachigkeit und dem Sprachkontakt im norddeutschen Raum." Dazu gehören die Sprachsoziologie (Bezug Sprache-Sprechergruppe), die Sprachpsychologie (sprachliche Identität, "Enkulturation") und die Sprachpolitik (Bezug Sprecher-Staat).

Innerhalb der Universität Greifswald ist für den "Hansetag" Prof. Dr. Horst Wernicke der Kontaktmann (Tel. 03834-86-3307. Organisatorin der Niederdeutschtagung ist Prof. Ingrid Schröder (Tel. 03834-86-3405 und -3401). Zu dem Pressegespräch am 13. Juni erwarten Sie auch die Präsidentin des hansischen Geschichtsverein, Prof. Dr. Antjekathrin Graßmann aus Lübeck, und der Vorstand des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, Prof. Dr. Hubertus Menke aus Kiel.
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