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Biokonversion - Tagungsband spiegelt aktuellen Forschungsstand wider

15.06.2000 - (idw) Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

In der Vielfalt ihrer Fähigkeiten noch lange nicht erforscht, sind Mikroorganismen für die mo-derne Industrie mittlerweile unentbehrlich. Was beim zweiten Workshop "Biokonversion nachwachsender Rohstoffe" am 14. und 15. Oktober 1999 in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig deutlich wurde, fasst nun Band 15 der Schrif-ten-reihe "Nachwachsende Rohstoffe" zusammen.

In der Vielfalt ihrer Fähigkeiten noch lange nicht erforscht, sind Mikroorganismen für die mo-derne Industrie mittlerweile unentbehrlich. Was beim zweiten Workshop "Biokonversion nachwachsender Rohstoffe" am 14. und 15. Oktober 1999 in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig deutlich wurde, fasst nun Band 15 der Schrif-ten-reihe "Nachwachsende Rohstoffe" zusammen.
Ob pflanzliche Öle, Lignocellulose oder Zucker: an fast allen nachwachsenden Rohstoffen machen sich Bakterien oder Pilze unter der Aufsicht der Chemiker schon zu schaffen. Wie kleine Fabriken sind sie bereits jetzt in der Lage, daraus wichtige Rohstoffe für die Industrie herzustellen.
Den jetzigen Stand der Forschung geben die Beiträge des Bands wieder, wobei allen präsentierten Arbeiten ein Ziel gemein ist: effiziente biotechnologische Methoden sollen dazu führen, dass nachwachsende Rohstoffe von der Industrie besser nachgefragt werden. Zwei Wege führen zum Ziel: das Erschließen neuer Nutzungen, aber auch die Entwicklung von im Vergleich zur chemischen Synthese erheblich einfacheren biotechnologischen Verarbeitungs-wegen.
Wie weit die Forschungen dabei gediehen sind, zeigen die Tagungsbeiträge an den Kategorien Zucker und Stärke, Lignocellulose und Fette und Öle auf. Während sich Produkte aus biotechnologisch veränderter Stärke unter den Reinigungsmitteln, Pharmazeutika und Biokunststoffen schon fest etabliert haben, greift die Industrie auf Zucker bislang kaum zurück. Man ist sich lediglich seines großen Nutzungspotenzials bewusst. Einzelbeiträge beleuchten erfolgversprechende Forschungsansätze.
Im Bereich Holz arbeiten die Wissenschaftler verstärkt daran, mit Enzymen die Cellulose besser abzubauen, um der Papier- und Textilindustrie ihre Verwendung zu erleichtern. Für Feinchemikalien, Tenside und Beschichtungsmaterialien zeichnen sich Perspektiven ab.
Relativ weit sind die Forschungen zur Biokonversion pflanzlicher Öle gediehen. Vor allem für die Herstellung von Tensiden oder von Kunststoffen greifen die Chemiker vermehrt auf die neuen Methoden zurück.
Die neue Publikation der Fachagentur Nach-wachsende Rohstoffe fasst die Beiträge der Tagung in Braunschweig zusammen. Beim Landwirtschaftsverlag Münster oder über den Buchhandel (ISBN 3-7843-3044-4) ist sie ab sofort erhältlich.

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Herausgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Hofplatz 1, 18276 Gülzow
Verantwortlich: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Tel.: (03843) 6930-0, Fax.: (03843) 6930-102, e-Mail: info@fnr.de, Internet: http://www.fnr.de
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