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Öffentliche Ringvorlesung:Ist Arbeitslosigkeit unser Schicksal?

15.06.2000 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen


Prof. Dr. Helmut Hesse (pug) "Ist Arbeitslosigkeit unser Schicksal?": Um diese brisante Frage wird es am Dienstag, den 21. Juni 2000 im gleichnamigen Vortrag von Prof. Dr. h. c. Helmut Hesse gehen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung "Arbeit im epochalen Umbruch" um 18 Uhr c.t. in der Aula am Wilhelmsplatz statt.
Prof. Dr. Helmut Hesse, welcher seine Karriere 1966 an der Georg-August-Universität als Ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre begann, ist vor allem Fachmann für die Themen Außenhandel, Weltwirtschaft, Entwicklungspolitik sowie Geld- und Währungspolitik. Über Probleme dieser Sachbereiche erschienen auch seine Veröffentlichungen. Von 1969 bis 1988 leitete Hesse das Ibero-Amerika Institut für Wirtschaftsforschung der Uni Göttingen, arbeitete anschließend als Honorarprofessor und Ehrensenator unserer Universität und ging 1983 für ein Jahr als Inhaber des Konrad-Adenauer-Lehrstuhls an die Georgtown-University in Washington, D.C. Ferner war Hesse als Mitglied und Vorsitzender in verschiedenen Institutionen (Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesminister für Wirtschaft, Verein für Sozialpolitik, u.a.) tätig. Seit dem 1.3.2000 ist Hesse Vorsitzender der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. 1994 wurde ihm die Ehrendoktorwürde durch den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Hannover verliehen.

In seiner Vorlesung am kommenden Dienstag wird Hesse Arbeitslosigkeit als ein bisher unbewältigtes Anpassungsproblem behandeln und die These, wesentliche Hindernisse, die ihrem Abbau entgegenstehen, lägen in uns selbst in zwei Abschnitten zu verdeutlichen versuchen.
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Hesse geht davon aus, dass unsere eigene allzu begrenzte Fähigkeit, uns mit unseren Gerechtigkeitsvorstellungen, Lebensansprüchen und mit unserer institutionellen - wirtschaftlichen und sozialen- Rahmenordnung flexibel an den sich beschleunigenden Wirtschaftswandel anzupassen, dem wir seit zwei bis drei Jahrzehnten ausgesetzt sind, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verhindere.
Im ersten Teil seines Vortrags wird zunächst die statistische Basis zur Veranschaulichung seiner Hypothese geschaffen. Dabei wird deutlich, dass sich Arbeitslosigkeit in Deutschland im Trend unaufhörlich ausgebreitet hat, es aber theoretisch durchaus möglich sei diese wesentlich zu verringern.
Im zweiten Teil der Vorlesung wird seine These in fünffacher Weise verdeutlicht. Hier geht es um produktivitätsorientierte Lohnpolitik, um das "Bündnis für Arbeit", die Spreizung der Lohnstruktur, Lohnzusatzkosten und die Internationalisierung der Produktion.
Zu welchem Schlußergebnis Hesse kommt, ob Arbeitslosigkeit nun doch unser Schicksal ist oder wir die in uns liegenden Hindernisse inzwischen erkannt haben und die Not mit der Arbeitslosigkeit uns antreibt, den Sprung über die Hindernisse zu wagen, werden wir am Dienstag erfahren. Man darf gespannt sein.
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