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Gefühlssensitivität und Stressbewältigung bei Lehrern und Kindern

23.06.2000 - (idw) Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Schulen und Lehrkräfte können bei einem einzigartigen Forschungsprojekt an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mitarbeiten

Gefühlssensitivität und Stressbewältigung bei Lehrern und Kindern

Schulen und Lehrkräfte können bei einem einzigartigen Forschungsprojekt an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mitarbeiten

Im Rahmen eines Forschungskollegs zur Gesundheitsförderung im Grundschul-Unterricht führt die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ein Projekt zu "Gefühlssensitivität und Stressbewältigung bei Lehrern und Schülern" durch. Hierbei wird ein Curriculum zur Förderung emotionaler Sensitivität (CFES) entwickelt und evaluiert.

Lehrkräfte in Grundschulen haben die Chance, an einer einzigartigen Evaluationsstudie teilzunehmen: Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd stellen ihnen fertiges und durchdachtes Unterrichtsmaterial für den Epochenunterricht in einer dritten oder vierten Klasse zur Verfügung, das auch in den Lehrplan passt. Die teilnehmenden Schulen können dann die Unterrichtsreihen zur Gefühlssensitivität und Stressbewältigung im Alltagseinsatz erproben und in Kooperation mit der PH optimieren. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer sind am 21. - 22. Juli 2000 zu einem Blockkurs eingeladen, der auf das Projekt vorbereitet.

Die Fähigkeit, Gefühle bei sich selbst und bei anderen wahrzunehmen und damit umzugehen, erweist sich als bedeutsam für die seelische Gesundheit. Zahlreiche Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen seelischer Gesundheit und der Fähigkeit, mit sich selbst in ungestörtem Kontakt zu sein und gut kommunizieren zu können. Die Fähigkeit zur Gefühlswahrnehmung und zum Umgang mit Gefühlen wird auch mit dem Begriff "Emotionale Intelligenz" beschrieben. Sie gilt als die grundlegende Persönlichkeitseigenschaft, die die Basis bildet für soziale Kompetenz und Kreativität, für Problemlösefähigkeit, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit.

In der Schule ist jedoch das Denken, die Stoffvermittlung und die Wissenschaftlichkeit vorherrschend, und viele Lehrende tun sich schwer mit dem Fühlen und der Akzeptanz von sogenannten negativen Gefühlen wie z. B. Angst, Wut, Zorn, Enttäuschung usw. Dennoch gibt es keinen Schulalltag ohne Gefühle.

Daher ist es ein zentrales Anliegen des Forschungsprojektes, Programme zur Verbesserung von Fähigkeiten zur Wahrnehmung von Gefühlen und zum effektiven Einsatz von stressreduzierenden Maßnahmen zu erproben. Das zu entwickelnde CFES-Curriculum hat folgende Inhalte: Selbst- und Fremdwahrnehmung von Gefühlen, Empathie, Angstbewältigungsverhalten und Kommunikation.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael Behr (Tel.: 07171/983-284)
Dipl.-Päd. Sonja Bieg (Tel.: 07171/983-265)

Pädagogische Hochschule
Schwäbisch Gmünd
- Pressestelle -
Oberbettringer Straße 200
73525 Schwäbisch Gmünd
Verantwortlich: D. Schuster
Tel.: 07171 / 983 - 209
Fax: 07171 / 983 - 387
e-mail: presse@ph-gmuend.de

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