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Würzburger Universitätsmesse JUMAX 2000

28.06.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Erstmals findet in der kommenden Woche - von Donnerstag bis Samstag, 6. bis 8. Juli - die Würzburger Universitätsmesse JUMAX 2000 auf dem Campus am Hubland statt. Das umfangreiche Messeprogramm ist inzwischen vollständig im Internet abrufbar.

Mit JUMAX strebt die Universität eine noch bessere Betreuungskultur für ihre Studierenden an. Die Messe hat vier Schwerpunkte: Alle Fakultäten der Universität stellen sich an zwei Tagen den Gymnasien vor, die Wirtschaft trifft auf Absolventen der Uni und die interessierte Bevölkerung kann sich über moderne, innovative und wirtschaftsnahe Forschung an der Universität informieren. Abgerundet werden diese Angebote von einem informativen Vortragsprogramm. Das Messeprogramm sowie weitere Informationen zu JUMAX sind im Internet zu finden unter:

http://www.jumax2000.de
http://www.uni-wuerzburg.de/presse/mitteilungen/p00-042w.html

Eröffnung der JUMAX 2000
Feierlich eröffnet wird die JUMAX mit zwei prominenten Rednern: Am Donnerstag, 6. Juli, sprechen in der Neubaukirche Dr. Dietrich H. Hoppenstedt und Prof. Dr. Otmar Issing. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr.

Auf die Begrüßung durch Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem sowie auf Grußworte von Oberbürgermeister Jürgen Weber und von Gert Riedel, Präsident der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, folgen die Vorträge.
Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, seit 1998 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, spricht zum Thema "Die deutsche Sparkassenorganisation in der europäischen Währungsunion". Dabei behandelt er Themen, die für seinen Verband derzeit besonders aktuell sind. So wird er auf die Kontroverse zwischen der Europäischen Kommission und der WestLandesbank (WestLB) über die Zuwendung vorgeblicher Subventionen des Landes Nordrhein-Westfalen an seine Landesbank eingehen. Dr. Hoppenstedt spricht noch über ein weiteres Gebiet, das die Kommission für rechtlich zweifelhaft hält: die Anstaltshaftung und Gewährsträgerschaft der regionalen und kommunalen Obrigkeit zu Gunsten der Sparkassen und anderer öffentlich-rechtlicher Kreditinstitute. Schließlich will er die Reaktion der Sparkassen und ihrer Kunden auf den Wechselkursverfall des Euro darlegen.

Dietrich Hoppenstedt war zunächst als Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Zusammenschlusses der niedersächsischen Wasser- und Bodenverbände, danach als Oberkreisdirektor das Landkreises Uelzen tätig. Von 1979 bis 1983 arbeitete er als Staatssekretär beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Anschließend stand er als Präsident an der Spitze des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes sowie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Prof. Dr. Otmar Issing, früherer Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Würzburg und heute Honorarprofessor für dieses Fachgebiet, ist seit 1. Juni 1998 Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (Frankfurt/Main). Zuvor gehörte er dem Direktorium der Deutschen Bundesbank an. Das Thema seines Vortrags heißt " Das Spannungsfeld europäischer Integration: Euro - Erweiterung der EU - Politische Union".
Prof. Issing wird zunächst das seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 im Euro-Währungsraum herrschende Spannungsfeld "Eine Währung - ein Markt - elf Mitgliedstaaten" analysieren, eine Konstellation, die ohne historische Parallele ist und die das europäische Institutionengeflecht einer ständigen Prüfung aussetzt. Er wird - nachdem der Start in die Währungsunion gelungen ist - auf die großen, noch bevorstehenden Herausforderungen eingehen und in diesem Zusammenhang auch das Thema EU-Erweiterung sowie die Aussichten auf eine Politische Union ansprechen.

Für die musikalische Gestaltung der JUMAX-Eröffnung sorgen Mitglieder des Akademischen Orchesters der Universität.

Weitere hochkarätige Gastredner bei der JUMAX 2000

Zwei spezielle Gastvorträge mit prominenten Rednern finden im Rahmen der JUMAX 2000 statt: Es referieren der Psychologe Prof. Dr. Franz E. Weinert und der Chemiker Prof. Dr. Heribert Offermanns.

Prof. Dr. Heribert Offermanns, Degussa-Hüls AG (Frankfurt/Main), spricht am Freitag, 7. Juli, über das Gebiet "Innovation durch Kooperation - Herausforderungen und Chancen für die Chemie". Sein Vortrag beginnt um 16.00 Uhr im Hörsaal 1 des Naturwissenschaftlichen Hörsaalgebäudes am Hubland. Bei dieser Gelegenheit verleiht die Fakultät für Chemie und Pharmazie ihre Fakultätspreise für hervorragende Prüfungsleistungen an Studierende bzw. Absolventen.

Heribert Offermanns, der 1998 von der Technischen Hochschule Aachen die Doktorwürde ehrenhalber verliehen bekam, hat als Vorstandsmitglied sowie als Sprecher für Forschung und Entwicklung ein Vierteljahrhundert lang die Geschicke der Degussa AG und, von Anfang bis Ende 1999, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand, der Degussa-Hüls.AG mitbestimmt. Als Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Kuratoriums des Fonds der Chemischen Industrie und des Vorstands der Gesellschaft deutscher Chemiker sowie als Vorsitzender des Bundesfachausschusses für Forschung und Innovation der CDU hat er sich intensiv für die Belange der Grundlagenforschung in Deutschland eingesetzt.

In seinem Vortrag wird Prof. Offermanns auf die große Bedeutung der Chemie für unsere Gesellschaft eingehen und das Wechselspiel zwischen Grundlagen- und Industrieforschung diskutieren. Im Anschluss hält Prof. Dr. Reinhold Tacke eine bunte Experimentalvorlesung unter dem Titel "Chemische Experimente, die man nicht vergisst".

Ebenfalls am Freitag, 7. Juli, spricht Franz E. Weinert, emeritierter Professor und früherer Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychologische Forschung in München, der von der Universität Würzburg 1998 die Ehrendoktorwürde verliehen bekam. Sein Vortrag beginnt um 18.00 Uhr in der Neubaukirche und befasst sich mit dem Thema: "Lernen für die Zukunft: neue Anforderungen, aktuelle Defizite, realistische Perspektiven".

Prof. Weinerts Vortrag dreht sich um die Tatsache, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich nur mittelmäßige Leistungen erzielen. Dies habe in den vergangenen Jahren zu heftigen öffentlichen Diskussionen geführt. Dabei sei, so der Professor, oft das Wünschbare mit dem Machbaren, das Mögliche mit dem Notwendigen verwechselt worden. In seinem Vortrag will er klären, welche Bildungsziele auf Grund der künftigen Anforderungen heute besonders wichtig sind, welche Defizite im Bereich des schulischen und universitären Lernens überwunden werden müssen und welche Möglichkeiten einer realistischen Reform des deutschen Bildungswesens bestehen.

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