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Bildnerische Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus

11.09.2002 - (idw) Universität Erfurt

Katalog stellt Arbeitsergebnisse des Artist in Residence der Universität Erfurt im Studium fundamentale vor.

Die Arbeitsergebnisse der Studenten aus dem Studium fundamentale zum Thema "Bildnerische Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus" im Sommersemester 2002 sind in einem Katalog erschienen, der im Präsidialamt der Universität Erfurt gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro erhältlich ist. Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen - nicht nur aus der Kunst - haben das anspruchsvolle Angebot des Artist in Residence Georg Janßen, im Sommersemester 2002 angenommen, sich auf bildnerischer Weise mit dem Rechtsradikalismus und mit Gewalt in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen.
"Dabei bedarf es fachkundiger Betreuung, vielfältiger inhaltlicher und formaler Anregung und immer wieder tiefgreifender Gespräche, damit Gedanken reifen, historische Zusammenhänge begriffen und unmittelbar schmerzliche Erlebnisse und Erfahrungen brutalster Gewalt an Menschen, wie die Ereignisse am 26. April am Erfurter Gutenberg Gymnasium, bildhaft verarbeitet werden können", schätzt Professor Dr. Heidi Richter vom Fachgebiet Kunst der Universität Erfurt in ihrem Kommentar zum Katalog ein.

Mit dem Artist in Residence Georg Janßen war im vergangenen Semester ein Bildender Künstler an der Universität Erfurt tätig, der bereits seit 1986 als Dozent für Freie Malerei an der Fachhochschule Münster unterrichtet. "Herr Janßen stand jedem mit Tipps und Ideen zur Seite. Er sah in jedem einen kleinen Künstler, mit vielen Ideen und Kreativität", urteilte Tanja Etzel, Teilnehmerin des Seminars. Aber auch den anderen Studenten hat die Veranstaltung des Studium fundamentale die Möglichkeit geboten, mit Farben und Formen ihre Gefühle auf Papier zu bringen und sich so mit dem Thema Rechtsradikalismus auseinander zu setzen.

Als Artist in Residence arbeitet - jeweils für ein Semester - ein Künstler mit den Studierenden der Erfurter Universität zusammen. Der Gedanke ist, die Studierenden direkt an der künstlerischen Praxis zu beteiligen, um ihr sinnliches Wahrnehmungsvermögen zu verfeinern und die ästhetische Urteilskraft zu schulen. Die Veranstaltungen des Studium fundamentale, zu denen das Programm des Artist in Residence gehört, sollen der extremen Spezialisierung entgegenwirken, die das Universitätsstudium prägt.
Hier werden methodisch-theoretisches Grundlagenwissen, aber auch kommunikative und eben ästhetische Kompetenzen vermittelt.

Auch im kommenden Wintersemester bietet das Studium fundamentale wieder interessante Veranstaltungen im Bereich Ästhetisches Wahrnehmungsvermögen an, so können die Studenten bei Evelyn Körber im Seminar "Experimente in Malerei und bildnerischen Techniken" sich auf spielerische Weise mit künstlerischen Materialien und Ausdrucksmöglichkeiten beschäftigen oder in der Veranstaltung "Fotografie und Video" eine praktische Einführung in die Videoarbeit und die Fotografie erhalten und an einem selbst gewählten Thema einen eigenen Videofilm gestalten.
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