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Ressourcenzentrum im Deutschen Humangenomprojekt wird in gemeinnützige GmbH überführt

03.07.2000 - (idw) Max-Planck-Institut für molekulare Genetik

Das Ressourcenzentrum im Deutschen Humangenomprojekt mit Komponenten am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das 1995 zur technischen Unterstützung der Forschungsgruppen auf dem Gebiet der Genomforschung eingerichtet wurde, wurde am 01.07.2000 in eine gemeinnützige GmbH mit dem Namen "RZPD Deutsches Ressourcenzentrum für Genomforschung GmbH" überführt. Die Unternehmensgründung mit gesellschafterlicher Beteiligung der Max-Planck-Gesellschaft, des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch erfolgte bereits am 16.05.2000. Als Geschäftsführer wurde Prof. Dr. Hans Lehrach, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, bestellt. Das Konzept einer gemeinnützigen GmbH schafft die Voraussetzung dafür, dass die umfangreichen Klon- und Datensammlungen des Ressourcenzentrums und die mit Hilfe modernster Automatisierungetechnologie erstellten Referenzmaterialien, die inzwischen von über 6.000 Forschern aus aller Welt genutzt werden, auch in der Zukunft zur Förderung der Genomforschung zur Verfügung stehen.

Das Ressourcenzentrum wird seit 1995 als zentrale Infrastruktureinheit im Rahmen des Deutschen Humangenomprojekts vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Drittmitteln gefördert. In den beiden Komponenten arbeiten gegenwärtig ca. 70 Mitarbeiter. Das Ressourcenzentrum setzt seine Expertise ein, um die von Forschern bzw. Forschungsgruppen im In- und Ausland gewonnenen experimentellen Daten in seiner Primärdatenbank zu sammeln und aufzuarbeiten, um sie der Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich zu machen und auf diese Weise den Fortschritt der Forschung zu katalysieren. Eigens dazu stellt das Ressourcenzentrum den in- und ausländischen Forschern bzw. Forschungsgruppen biologische Referenzmaterialien von hoher Qualität für die Genomforschung zur Verfügung, die nur mit großem logistischen und technischen Aufwand generiert und vorgehalten werden können. Die Umwandlung eines akademischen Projekts dieser Größenordnung in eine eigene Organisationsform stellt einen ungewöhnlichen Schritt dar, der nur unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gelingen konnte. Die intensiven Bemühungen, eine langfristiges Konzept für das Ressourcenzentrum zu entwickeln, spiegeln die wachsende Bedeutung der Genomforschung für Wissenschaft und Wirtschaft wider.
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