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Bochumer Studierende entwickeln Software

07.07.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Wer in einer Univorlesung etwas Neues entwickelt, hofft zwar auf eine gute Note, aber nicht unbedingt auf eine quasi monetäre Belohnung. Dass Beides zugleich möglich ist, zeigten im Sommersemester die Studierenden der Vorlesung Softwaretechnik an der RUB: Als Lohn für ein von ihnen konzipiertes elektronisches Kassenbuch fliegen sie demnächst nach Mallorca.

Bochum, 07.07.2000
Nr. 186

Bochumer Studierende entwickeln Software
Elektronisches Kassenbuch wird bald gefertigt
Zur Belohnung geht's 4 Tage nach Mallorca


Wer in einer Univorlesung etwas Neues entwickelt, hofft zwar auf eine gute Note, aber nicht unbedingt auf eine quasi monetäre Belohnung. Dass Beides zugleich möglich ist, zeigten im Sommersemester die Studierenden der Vorlesung Softwaretechnik an der RUB: Als Lohn für ein von ihnen konzipiertes elektronisches Kassenbuch fliegen sie demnächst nach Mallorca.

Reales Softwareprojekt mit Industriepartnerin

Das Kassenbuch ist das Ergebnis einer Neukonzeption des vorlesungsbegleitenden Praktikums von Prof. Dr. Helmut Balzert (Softwaretechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB) und seinen Assistenten. Es bot den Teilnehmern die Gelegenheit, das in der Vorlesung erworbene Wissen Schritt für Schritt in einem realen Softwareprojekt anzuwenden und damit zu vertiefen. Industriepartnerin in diesem interdisziplinären Projekt ist die Schleupen AG, für deren Low-Cost-Produktreihe von den Studierenden ein elektronisches Kassenbuch entwickelt wurde. Neben den Grundfunktionen zur Verwaltung von Bargeldkonten bietet das realisierte Produkt noch die Möglichkeit zur Rechnungserstellung und verfügt über eine DATEV-Anbindung.

Evolutionäre Entwicklung

Durch den Einsatz des am Lehrstuhl entwickelten und von der Spin-Off-Firma "oTRIs" zur Marktreife gebrachten Janusgenerators konnten die Studierenden auf zeitaufwendige Programmierung verzichten und sich auf die Kernfunktionalität im Fachkonzept konzentrieren. Nur etwa vier Prozent der Codezeilen des Endproduktes mussten selbst programmiert werden. Darüber hinaus konnten dank des Generators in nahezu jeder Zwischenstufe des Projektes lauffähige Endprodukte erzeugt werden. Die Schleupen AG konnte sich so jederzeit ein Bild vom Stand der Entwicklung machen, den Programmierern zeigte der Blick auf lauffähige Prototypen schnell die noch bestehenden Mängel im Fachkonzept auf. Dies bedeutete Softwareentwicklung nach heutigem Maßstab, also evolutionäre Softwareentwicklung!

Neuauflage im nächsten Semester

Es gingen ursprünglich drei konkurrierende Teams an den Start. Im Laufe des Projektes entschloss sich die Praktikumsleitung jedoch, die Kräfte zu bündeln, um das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erzielen. Nach erfolgreicher Abnahme des Kassenbuches hat die Schleupen AG dem gesamten Praktikum als Sieger den nächsten Kurzurlaub finanziert: vier Tage Mallorca im Vier-Sterne-Hotel. Nicht nur deshalb blieben bei Studierenden und Prof. Balzert ausschließlich positive Eindrücke, und nicht nur deswegen wird es im nächsten Semester eine Neuauflage des Praktikums geben.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Helmut Balzert, Lehrstuhl für Softwaretechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Gebäude IC 4/36, Tel.: 0234/32-26880, Fax: 0234/32-14427, E-Mail: hb@swt.ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.swt.ruhr-uni-bochum.de oder http://www.software-technik.de
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