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"Förderpreis dornburger zement" Ergänzende Informationen

10.07.2000 - (idw) Bauhaus-Universität Weimar

Qualitätsforschung belohnt
Die Presse ist zur Verleihung des "Förderpreises dornburger zement" am Donnerstag, 13. Juli, 14 Uhr, auf dem Freigelände des F.A. Finger-Institutes, Coudraystraße 11 B, herzlich eingeladen

Das F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde (FIB) der Bauhaus-Universität verleiht am 13. Juli 2000 zum zweiten Mal den"Förderpreis dornburger zement". Die mit 5000 Mark dotierte Auszeichnung wurde vom Baustoffhersteller dornburger zement, Dorndorf-Steudnitz, gestiftet. Sie wird an Nachwuchswissenschaftler für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Baustoff-Forschung verliehen. In diesem Jahr geht der Förderpreis an die beiden Baustoffkundler Dipl.-Ing. Marco Schrimpf und Dipl.-Ing. Silvio Stolze. Sie entwickelten innovative Messverfahren für selbstverdichtende Hochleistungsbetone und für die wichtigsten stofflichen Kenndaten zur Betonherstellung. Eine lobende Erwähnung geht an Dipl.-Ing. Hagen Mehmel. Die Preisverleihung nehmen Prof. Jochen Stark, Direktor des F.A. Finger Instituts der Bauhaus-Universität, und Eckhardt Thomas, Geschäftsführer der Dornburger Zement, vor. Zuvor haben die Studierenden in Weimar Gelegenheit, auf einer Job-Börse Kontakte zu mehreren mittelständischen Unternehmen aus der Baustoffbranche zu knüpfen.

In seiner Diplomarbeit befasste sich Marco Schrimpf mit "Betontechnologischen Aspekten und Dauerhaftigkeit von Selbstverdichtendem Beton". Selbstverdichtender Beton (SVB) wurde vor rund 15 Jahren in Japan entwickelt. Er bietet vor allem in Innenstädten eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem Normalbeton durch den Wegfall der konventionellen Rüttelverdichtung: Zeit- und Energieersparnis, weniger Lärm und geringere Gesundheitsbelastung für die Verarbeiter, schneller Baufortschritt und konsistente Qualität ("toleranter Beton"). In seiner Arbeit entwickelte Schrimpf unter anderem einen neuen Algorithmus für die Entwicklung von SVB-Rezepturen und erprobte die so erzeugten Mischungen im Betonwerk bei der Herstellung von Stahlbetonbauteilen der Festigkeitsklasse B 65.

Silvio Stolze untersuchte "Einflüsse verschiedener Mörtel-Zusammensetzungen auf die Frischbeton-Konsistenz". Er erarbeitete ein Messverfahren zur Bestimmung des Wasseranspruchs und der Verarbeitbarkeit von Sanden. Es gelang dem jungen Baustoffkundler, einen Prüfalgorithmus zu entwickeln, der mit geringem Aufwand die wichtigsten stofflichen Kenndaten der Zuschläge liefert. Auf der Grundlage dieser Parameter lässt sich ein komplexes Modell zur prognostischen Simulation entwickeln. Als Hilfsmittel verwendete er einen herkömmlichen Labor-Mörtelmischer, in den ein neuartiges Konsistenzmess-System integriert wurde. So können die Verarbeitbarkeiten während des Mischprozesses zielsicher erfasst und gesteuert werden.

Hagen Mehmel stellte "Injektionsschaummörtel mit steuerbarem Quelleffekt für die Mauerwerkssanierung" ins Zentrum seiner Untersuchung. Das Projekt wird als wichtiger Beitrag zur Entwicklung und Bewertung von Mörtelsystemen angesehen, die in der Bauwerkserhaltung als Injektionsmörtel eingesetzt werden.
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