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Dr.-Ing. John Horstmann gewann den ersten Siepe-Preis

13.07.2000 - (idw) Universität Dortmund

Das Thema mochte für Fachfremde das schwierigste sein. "MOS-Technologie im Sub-100 nm-Bereich". Doch Dr.-Ing. John Horstmann konnte gestern (12.07.00) bei der ersten Vergabe des Karl-Siege-Preise an der Universität Dortmund die Jury überzeugen, dass er Ansatz und Ergebnis seiner innovativen Arbeit besonders verständlich präsentiert hatte.

Der junge Wissenschaftler war mit zwei Konkurrenten unter insgesamt 18 Doktoranden der Universität Dortmund für das Finale des Siepe-Preises ausgewählt worden. Alle drei hatten sich in einem Kurzvortrag der Jury und dem Publikum zu stellen. Der Sieger konnte 20.000 DM verbuchen, die Mitstreiter gingen mit je 5.000 DM nicht leer aus.

Es ging in der Doktorarbeit von John Horstmann um Transistoren in einer Größenordnung von weniger als 100 Nanometer. Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter, eine kaum vorstellbare Größe, die im Alltag nicht einmal mit dem Auge wahrgenommen wird (selbst wir in der Pressestelle hatten bei der Ankündigung des Vortrags versehentlich von Entwicklungen im Millimeter-Bereich gesprochen...)

Es gelang dem jungen Wissenschaftler aus der Fakultät für Elektrotechnik, den Blick in eine Zukunft zu lenken, in der Computer-Chips, deren Speicherkapazitäten noch etwa 12 Jahre lang exponentiell weiter wachsen und dann in einer neuen Generation des Nano-Bereichs produziert werden können, in welcher Menge und Schnelligkeit der Datenverarbeitung bisher kaum vorstellbare Ausmaße erreichen.

Dr. Roger Lienenkamp, Absolvent der Fakultät Raumplanung, hatte als erster Vortragender eine außergewöhnliche Verknüpfung von sozialwissenschaftlichen Problemstellungen und informationstechnischen Lösungshilfen dargestellt. In seiner Arbeit ging es darum, mit Fuzzy Logic, der "Theorie der unscharfen Mengen" in der Datenverarbeitung, Aussagen über zu erwartende Migrationsbewegungen auf dem Globus zu ermöglichen.

Dr. Michael Nemecek (Fachbereich Chemietechnik) schliesslich trug aus seiner Doktorarbeit eine Zusammenführung von Erfahrungswissen und gesichertem Zahlenmaterial mit dem Ziel der politisch gewünschten, deutlichen Reduzierung von Kohlendioxyd-Anteilen in der Atmosphäre vor.

Unternehmer Karl Heinz Siepe hatte vor Beginn des Wettbewerbs unterstrichen, dass der Preis ein Beitrag sein solle zur Steigerung der Attraktivität von Forschung und Lehre im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Gleichzeitig wolle er die Universität und ihr Wirken in der Region fördern.

Die Entscheidung traf nach den drei Kurzvorträgen die Jury, der der Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, der Wissenschaftsjournalist Dr. Wolfgang Borgmann von der Stuttgarter Zeitung, die Philosophie-Professorin und Physikerin Dr. Brigitte Falkenburg sowie der Rektor der Universität Dortmund, Prof. Dr. Dr.h.c. Albert Klein, angehörten.
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