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Über den zweiten Bildungsweg zum erfolgreichen Masterabschluss

17.07.2000 - (idw) Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel


Dieter Gehrlach verfasste ein herausragende Masterarbeit. Nun sucht er eine Doktorandenstelle. "Manche Ziele im Leben ergeben sich einfach nur deshalb, weil andere nicht erreicht wurden", so die Erfahrung von Diplom-Ingenieur Dieter Gehrlach, der seit wenigen Tagen seinen Masterabschluss (Master of Science) in der Tasche hat. Im Rahmen der seit 1993 bestehenden Kooperation zwischen der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel und der Technischen Universität Poznan (Posen/Polen) verfasste der FH-Absolvent des Studiengangs Fahrzeugtechnik eine Masterarbeit mit dem Thema "Untersuchung und Analyse des Brennablaufes eines Dieselmotors mittels Indizierung und Videophotographie", die so herausragend war, dass sie an der Universität in Posen Grundlage für weitere Forschungsarbeiten auf diesem aktuellen Gebiet sein wird. Das nächste Ziel, das Dieter Gehrlach anstrebt, ist die Promotion. Dabei weiß er genau was er will: Forschen in Richtung neue Technologien. "Für mich spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Kolbenkraftmaschinen, Turbinen oder Raumfahrtantriebe der verschiedensten Herkunft handelt. Aber ich will keine Forschung betreiben, bei der man versucht tote Hunde am Leben zu erhalten."

Bemerkenswert ist der Weg, den der heute 36jährige Dieter Gehrlach gegangen ist: Als Kind träumte er wie viele Jungen davon, Pilot oder Astronaut zu werden. Dieser Traum löste sich aber, wie er von sich selbst behauptet, aufgrund "fehlender schulischer Leistungen, widriger Umstände und der vorhandenen Kurzsichtigkeit" rasch ins Nichts auf. Mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche und dem immer noch starken Interesse an Technik schloss er eine Doppellehre zum Elektrogerätemechaniker und Energiegeräteelektoniker ab. Danach meldete er sich freiwillig für vier Jahre zur Bundeswehr, die ihm die Möglichkeiten des zweiten Bildungsweges aufzeigte, und wo er Fernkurse zum Thema Mikroprozessoren und Mathematik belegte. Schwierig wurde es für ihn danach, als er tagsüber arbeitete und abends die Volkshochschule besuchte, um seine Mittlere Reife und später sogar das Abitur nachzuholen. Während des anschließenden Studiums der Fahrzeugtechnik an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel spezialisierte er sich auf Verbrennungsmotoren.

Heute ist Diplom-Ingenieur Dieter Gehrlach (MSc), aber auch Prof. Dr. Gerhart Rinne, der ihn an der Fachhochschule am Wolfsburger Institut für Fahrzeugbau betreut hat, stolz auf das Erreichte: "Nun brauche ich nur noch eine Doktorandenstelle, um auch noch den letzten Schritt zu vollziehen, bevor ich endlich in dem Bereich arbeiten kann, auf den ich solange hingearbeitet habe".
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