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Ford-Universitätspreis für Maschinentechniker der Universität Siegen

24.07.2000 - (idw) Universität Siegen

Im Rahmen eines Universitäts-Forschungsprogramms vergibt die Ford Motor Company, Detroit/USA jährlich Universitätspreise zur Förderung bestimmter Forschungsvorhaben, die von einzelnen Ford-Unternehmen vorgeschlagen und gesponsert werden. Einer der diesjährigen Preisträger ist Professor Dr. Hans Eschenauer mit seiner Arbeitsgruppe vom Forschungszentrum für Multidisziplinäre Analysen und Angewandte Strukturoptimierung/FOMAAS der Universität Siegen.

Mit dem Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar soll in den nächsten zwei Jahren ein Verfahren zur optimalen Auslegung von Bauteilkomponenten entwickelt werden. Der Titel: "Ableitung vereinfachter schädigungsäquivalenter Last-Zeit-Folgen zur Lebensdauerbeurteilung unter Berücksichtigung nichtlinearer Phänomene".
Die Institution FOMAAS der Universität Siegen wurde aufgrund ihres Ansehens und ihrer Erfahrung bei der Entwicklung und Anwendung von Methoden für Sensitivitäts- und Robustness-Analysen wie auch der multidisziplinären Optimierung vorgeschlagen und schließlich für den Preis ausgewählt. Das Forschungszentrum ist bereits seit Jahren eine erfolgreiche wissenschaftliche Einrichtung der Siegener Universität, wo Wissenschaftler aus den Gebieten Maschinentechnik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Mathematik an der Modellbildung von Analyse- und Simulationsmethoden arbeiten.
Für die Unternehmen ist es heutzutage immer wichtiger, bei der Entwicklung eines Gesamtsystems oder dessen Komponenten die künftig erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Lebensdauer, Verringerung des Energieverbrauchs, Lärmreduzierung und Komfortverbesserung, Präzision etc. bestmöglich zu erfüllen. Dies trifft beispielsweise für alle Arten von Verkehrssystemen wie Schienen- oder Kraftfahrzeuge aber auch Flugzeuge und Schiffe zu. Durch Kopplung von Strukturanalyse- und Simulationsmethoden mit Optimierungsalgorithmen lassen sich die geforderten Spezifikationen sicherer und schneller nachweisen und damit die Produktionsentwicklungszeiten entscheidend reduzieren. Hier könnte eine Kooperation zwischen Universitätsinstituten und Industriefirmen doch erhebliche Vorteile und Anstöße zu weiteren Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bringen. Als beispielhaft ist hier das von 1994 bis 1999 durchgeführte F&E-Vorhaben zwischen DaimlerChrysler Rail Systems, ADtranz, Netphen und FOMAAS unter dem Titel "Einsatz von Methoden zur computergestützten System- und Strukturoptimierung von Komponenten der Fahrwerkstechnik im Schienenfahrzeugbau" zu nennen, das inzwischen erfolgreich abgeschlossen wurde und in dessen Verlauf drei Dissertationen entstanden sind.
An dem preisgekrönten Ford-UR-Projekt werden neben der FOMAAS-Arbeitsgruppe Dr. Matthias Weinert, Leiter des Bereichs Dauerhaltbarkeit bei der Ford AG in Köln, sowie die Siegener Professoren Horst Idelberger, Institut für Konstruktion des Fachbereich Maschinentechnik, Bernd Freisleben, AG Parallele Systeme des Fachbereichs Elektrotechnik/Informatik, und Manfred Grauer, AG Wirtschaftsinformatik des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, beteiligt sein.
Info: 0271/740-4801,-4898

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