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Traditionelle und Hightech-Medizin

26.07.2000 - (idw) Universität Ulm

Begegnung eines traditionellen Medizinsystems mit der Hightech-Medizin
Internationale Konferenz über tibetische Medizin in Lhasa

Vom 14. bis 17. Juli 2000 fand in Lhasa die International Academic Conference on Tibetan Medicine statt. Neben mehreren Hundert tibetischer und chinesischer Ärzte nahmen daran auch 23 ausländische Experten teil, darunter Prof. Dr. Jürgen C. Aschoff, Abteilung Neurologie der Universität Ulm. Aschoff referierte über klinische Tests mit einem tibetischen Mehrkomponenten-Medikament, das bei neurologischen Erkrankungen, unter anderem in der Migräne-Prophylaxe, Anwendung findet, und wurde dafür mit dem "Yuthog-Cup" für den besten Vortrag des Kongresses ausgezeichnet.

Die Byu-Dmar 25 genannte "Jewel pill" der tibetischen Medizin, die gegenwärtig in einer gemeinschaftlichen Studie tibetischer Ärzte sowie Neurologen und Pharmakologen aus dem Westen getestet wird, findet in ihrer ursprünglichen Zusammensetzung in der westlichen Medizin keine Akzeptanz, da sie Quecksilber und andere hier unzulässige Substanzen enthält. Sie ist deshalb unter Fortfall der fraglichen Stoffe zur "Byu-Dmar-13-pill" reduziert worden, als die sie aber gleichwohl wirksam sein soll. Prof. Aschoff hat sich in seinem Referat am Beispiel der Migräne-Behandlung mit grundsätzlichen Fragen des Transfers von Elementen eines traditionellen Medizinsystems wie des tibetischen in die westliche Hightech-Medizin auseinandergesetzt und dabei insbesondere die rechtlichen Aspekte beleuchtet.
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