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Vulkanforscher tagen in der Westeifel

26.07.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die so genannten Maare stellen den zweithäufigsten Vulkantyp auf Kontinenten und Inseln dar. Mit den Maaren der Westeifel und der übrigen Welt sowie mit den sie unterlagernden Tuffschloten befasst sich die "1. Internationale Maar-Tagung", die vom 21. bis 23. August in Daun in der Westeifel stattfindet.

Von Bedeutung sind nicht nur die Maare selbst, sondern auch ihre Seen, zum Beispiel Messel bei Darmstadt, in dessen Sedimenten im frühen Tertiär eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt eingebettet wurde, die in vielen Details erstaunlich gut erhalten blieb. Messel wurde deshalb von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt - dem bislang einzigen in Deutschland.

Die Internationale Maar-Tagung, zu der sich bislang rund 150 Teilnehmer angesagt haben, wird von einer Gruppe deutscher Geologen, Paläontologen, Geophysikern und Vulkanologen organisiert, die in der Eifel forschen. Begleitet wird die Tagung von vier mehrtägigen Exkursionen zu den Maaren und Tuffschloten der Eifel und zu den in Maar-Seen liegenden Fossillagerstätten in Süddeutschland, Sachsen und Nordböhmen.

An der Organisation der Tagung ist der Vulkanologe Prof. Dr. Volker Lorenz vom Institut für Geologie der Universität Würzburg beteiligt. Er führt zudem gemeinsam mit PD Dr. Bernd Zimanowski die Exkursion zur Vulkanologie der Maaren in der Westeifel durch. Bei der Tagung selbst berichten nicht nur Prof. Lorenz und Dr. Zimanowski über ihre vulkanologische Gelände- und Laborforschung an Maaren und Tuffschloten: Auch mehrere ihrer Doktoranden tragen die Ergebnisse ihrer Diplomarbeiten und Dissertationen vor, die sie im weltweit einzigartigen Physikalisch-Vulkanologischen Labor an der Universität Würzburg durchgeführt haben.
In diesem Labor werden die für die Maar-Bildung verantwortlichen, durch den Kontakt zwischen Magma und Grundwasser verursachten Explosionen erforscht, und zwar von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die aus Geologen, Mineralogen, Physikern und Ingenieuren besteht.

Weitere Informationen: PD Dr. Bernd Zimanowski, T (0931) 31-2379, Fax (0931) 31-2378, E-Mail:
zimano@geologie.uni-wuerzburg.de
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