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"Neurologie 2000 - Aktuelles und Bewährtes"

16.08.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Viele neurologische Erkrankungen konnten vor nicht allzu langer Zeit zwar festgestellt, aber nicht erfolgreich behandelt werden. Dass sich das geändert hat, verdeutlicht die Fortbildungsveranstaltung "Neurologie 2000 - Aktuelles und Bewährtes", die am 30. August 2000 von 16 bis 19.30 Uhr in der Gastronomie im Stadtpark (Klinikstr. 41-45, 44791 Bochum) stattfindet (Organisation: Neurologische Universitätsklinik im Knappschaftskrankenhaus Langendreer, Prof. Dr. Walter Gehlen): Mit vielen Erkrankungen, wie z. B. der Parkinson-Erkrankung, die bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts nach wenigen Jahren tödlich verlief, können Patienten heute über 20 Jahre leben. Anhand von Erfahrungsberichten und Falldemonstrationen können die Mediziner ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen.

Bochum, 16.08.2000
Nr. 216

"Neurologie 2000 - Aktuelles und Bewährtes"
Vorträge und Falldemonstrationen an der RUB
Therapie von Epilepsie bis Parkinson


Viele neurologische Erkrankungen konnten vor nicht allzu langer Zeit zwar festgestellt, aber nicht erfolgreich behandelt werden. Dass sich das geändert hat, verdeutlicht die Fortbildungsveranstaltung "Neurologie 2000 - Aktuelles und Bewährtes", die am 30. August 2000 von 16 bis 19.30 Uhr in der Gastronomie im Stadtpark (Klinikstr. 41-45, 44791 Bochum) stattfindet (Organisation: Neurologische Universitätsklinik im Knappschaftskrankenhaus Langendreer, Prof. Dr. Walter Gehlen): Mit vielen Erkrankungen, wie z. B. der Parkinson-Erkrankung, die bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts nach wenigen Jahren tödlich verlief, können Patienten heute über 20 Jahre leben. Anhand von Erfahrungsberichten und Falldemonstrationen können die Mediziner ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen.

Weniger stigmatisiert bei Epilepsie

Neben der Parkinson-Erkrankung werden auch Epilepsien Thema der Veranstaltung sein - auch hier verzeichnet die Medizin große Erfolge: Die hirnorganischen Krampfanfälle, die seit Jahrhunderten von einer Aura des Tabus umgeben sind, bekommen moderne Therapiestrategien weitgehend in den Griff, so dass fast drei Viertel der Betroffenen ein unbeschwertes Leben führen können. Auch für die Multiple Sklerose gilt, dass sie bis Mitte des letzten Jahrhunderts die Lebenserwartung drastisch reduzierte. Erst in den letzten Jahren haben moderne Therapieformen nicht nur an den Folgen, sondern auch am Verlauf der Erkrankung wesentliche Erfolge gestattet. Besonders interessant ist der Einsatz von Botulinum-Toxin, einem lähmenden Bakteriengift, das in genau dosierten, kleinsten Mengen die Behandlung unerträglicher Muskelverkrampfungen und Bewegungsstörungen gestattet. Über diese Therapieform werden die Mediziner des Knappschaftskrankenhauses aus eigener Erfahrung berichten.

"Da kann man sowieso nicht tun" - gilt nicht mehr

Auch für verschiedene Formen des Schlaganfalls gilt nicht mehr - wie noch vor einigen Jahren - dass man "sowieso nichts tun" kann: Gerade die Fortschritte auf dem Gebiet der bildgebenden Verfahren erlauben mittlerweile die Unterscheidung der Ursachen und ermöglichen dem Arzt so eine bessere Behandlungsprognose in spezialisierten Einrichtungen. Auch hierüber können Neurologie und Radiologie des Knappschaftskrankenhauses berichten. Außerdem stehen der Aspekt der Lebensqualität und der Behandlungskosten der Parkinson-Erkrankung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Tagung wendet sich an Ärzte und Ärztinnen aller Fachgruppen, sowohl an niedergelassene als auch an in Krankenhäusern tätige. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt und ist als Ausbildung für Ärzte im Praktikum (AiP-Veranstaltung) anerkannt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Walter Gehlen, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik der RUB im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, In der Schornau 23-25, 44892 Bochum, Tel. 0234/299-3700, Fax: 0234/299-3709

Programm

16.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung - Prof. Dr. W. Gehlen, Direktor der Neurologischen Klinik, Knappschaftskrankenhaus, RUB

Epilepsietherapie 2000 - Prof. Dr. H. Stefan, Leiter des Zentrums Epilepsie, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen

Multiple Sklerose 2000: neue Fragen, neue Antworten - PD Dr. M. Haupts, Oberarzt der Neurologischen Klinik, Knappschaftskrankenhaus, RUB

17.15 Uhr: Differentialtherapie des Schlaganfalls: Wonach richten wir uns? - PD Dr. J. F. Spittler, Neurologische Klinik, Dr. M. König, Oberarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin, Knappschaftskrankenhaus, RUB

Dyskinsen und Botulinustoxin-Therapie - Dr. Sabine Skodda, Dr. B. Holinka, Neurologische Klinik, Knappschaftskrankenhaus, RUB

Lebensqualität und Kosten bei Parkinsonerkrankungen - Dr. Annika Spottke, Dr. R. Dodel, Prof. W. Oertel, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum der Philipps-Universität Marburg

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