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Drahtlos ins Internet

23.08.2000 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)


DUKATH: Dieses Szenario stellt beispielhaft den Einsatz von drahtlosen Netzen zur Unterstützung einer Vorlesung über Architektur und Kunstobjekte im Freien dar. Foto: Rechenzentrum der Universität Karlsruhe Nr. 87 / 23. August / Scheller

Drahtlos ins Internet
Jetzt funkt's an der Universität Karlsruhe -
Rechenzentrum baut neuartiges Kommunikationsnetz auf

Auf dem Weg zur Mensa schnell einmal nachschauen, wann die nächste Vorlesung beginnt oder wie das Ergebnis der letzten Klausur ist? Dies geht auf dem Campus der Universität Karlsruhe bald so: Irgendwo hingesetzt, Laptop aufgeklappt und man ist drin, im Netz.

Künftig wird es durch drahtlose Kommunikationstechniken überall auf dem Campus - sei es in den Gebäuden oder im Freien - möglich sein, auf das Internet zuzugreifen. Zu diesem Zweck baut das Rechenzentrum derzeit das drahtlose Kommunikationsnetz DUKATH (Drahtlose Universität Karlsruhe (TH)) auf, das neue und erweiterte Möglichkeiten zum Lehren und Lernen, zum Forschen und Arbeiten an der Fridericiana bieten soll.

Die ortsunabhängige Bereitstellung möglichst vielfältiger Informationen, die über die verschiedenen Endgeräte wie Laptops, Handhelds, PDAs (Personal Digital Assistants) abgerufen werden können, soll den Studierenden und Mitarbeitern der Universität einen weitreichenden und sehr flexiblen Zugang zu allen Informationsdienstleistungen bieten - im Hörsaal, im Seminarraum, im Besprechungsraum, auf dem Campusgelände oder auch am Arbeitsplatz. "Die Nutzer werden innerhalb der Universität vollkommen mobil sein, zum anderen aber - und gerade dies ist ein wesentliches Ziel der Arbeiten - werden neue Anwendungs- sowie Lehr- und Lernformen entstehen", so der Projektleiter, Professor Dr. Lars Wolf vom Rechenzentrum.

In künftigen Vorlesungen und Seminaren werden Dozenten und Studierende Geräte mit Funknetzkarten verwenden. Durch die Nutzung der tragbaren, per Funk verbundenen Computer kann dann jeder Studierende direkt am Rechner beispielsweise eine gestellte Programmieraufgabe lösen, das Ergebnis sofort testen und schließlich allen präsentieren, da der Inhalt seiner Rechneranzeige per Funk an den Projektor übertragen werden kann. Dieses Szenario findet bereits in einer Lehrveranstaltung über Parallelrechner und parallele Programmierung statt.

Aber auch Institute, die beispielsweise Messaufbauten im Freien haben, dürfen sich auf die neue Mobilität freuen: Sie können die gewonnen Daten gleich an Ort und Stelle rechnergestützt weiterverarbeiten. Ebenso ist der Einsatz in organisatorischen Bereichen geplant, beispielsweise für die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten in Besprechungen.

DUKATH nutzt zahlreiche Funknetz-Basisstationen, die in ein VLAN (virtuelles lokales Netz) eingebunden sind. Von diesem VLAN gibt es einen gesicherten Übergang in das kabelgebundene Campus-Netz KLICK und von dort weiter in das weltweite Internet. DUKATH wird mit modernsten Funknetzkomponenten, die im 2,4 GHz Bereich arbeiten, aufgebaut. Damit kann eine Übertragungskapazität von bis zu 11 Mbit/s erreicht werden. Ein Endgerät innerhalb von DUKATH muss lediglich über einen entsprechenden Netzadapter verfügen - eine kleine (PCMCIA) Steckkarte, die beispielsweise in den Laptop eingeschoben wird.

"Ähnliche Funknetze sind weltweit bislang erst an einigen wenigen anderen Universitäten und Forschungsinstitutionen im Aufbau, zum Beispiel an der US-amerikanischen Carnegie Mellon University in Pittsburgh, der Keio University in Japan und der Universität Rostock. Im Gegensatz zu diesen Netzen wird mit DUKATH jedoch ein wesentlich weiterreichendes Sicherheits- und Administrationskonzept verfolgt. Es wird sowohl Schutz gegen den Missbrauch dieses Netzes bieten als auch administrativ weniger aufwendig sein", so Professor Dr. Lars Wolf.


Weitere Informationen sind auf der Homepage des DUKATH-Netzes unter folgender Adresse zu finden: http://www.uni-karlsruhe.de/~DUKATH/

Ansprechpartner:
Professor Dr. Lars Wolf
Rechenzentrum der Universität Karlsruhe (TH)
76128 Karlsruhe
Tel.: (0721) 608-8104
E-Mail: Lars.Wolf@rz.uni-karlsruhe.de



Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
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