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Hartmut Noltemeier wird 60

24.08.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der geschäftsführende Vorstand des Instituts für Informatik der Universität Würzburg, Prof. Dr. Hartmut Noltemeier, feiert am Sonntag, 27. August, seinen 60. Geburtstag.


Hartmut Noltemeier Hartmut Noltemeier, 1940 in Bad Salzuflen geboren, studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Göttingen und München. Nach einjähriger Tätigkeit bei der IBM und an-schließenden Forschungen an der Technischen Universität Karlsruhe promovierte er dort in Mathematik mit summa cum laude. Er war einer der ersten Wissenschaftler, die sich in Deutschland in Informatik habilitierten; dies tat er parallel dazu auch im Fach "Operations Research".

Mit 28 Jahren übernahm er die Vertretung des Lehrstuhls für Angewandte Informatik und formale Beschreibungsverfahren an der Technischen Universität Karlsruhe. Er folgte dann einem Ruf an die Universität Göttingen, wo er 1971 den Lehrstuhl für Mathematische Verfahrensforschung und Datenverarbeitung aufbaute. Dort war er Institutsvorstand, Fachbereichssprecher, Leiter eines Rechenzentrums und Mitglied in diversen Hochschulgremien sowie in gemeinsamen Kommissionen mit der Max-Planck-Gesellschaft. Rufe an die Technische Universität Berlin und an die Uni Frankfurt lehnte er ab.

1978 folgte Hartmut Noltemeier einem Ruf auf den Lehrstuhl für Informatik an der Technischen Hochschule Aachen. Nachdem er den dortigen Studiengang Informatik ausgebaut hatte, erhielt er 1981 den Ruf auf den ersten Lehrstuhl für Informatik an der Universität Würzburg. Von April 1982 an baute er diesen Lehrstuhl auf und trug maßgeblich dazu bei, dass aus dem Schwerpunktfach Informatik im Rahmen der Fakultät für Mathematik ein eigener Studiengang erwuchs.

Prof. Noltemeier pflegt den Kontakt zu anderen Disziplinen und will auch neue Anwendungspotenziale erschließen: So wirkt er derzeit an der Einrichtung eines Studiengangs Wirtschaftsmathematik mit. Er ist zudem aktives Mitglied und Beirat des "Interdisziplinären Zentrums für Verkehrswissenschaften" an der Universität Würzburg, Pilotanwender im Rahmen der Virtuellen Hochschule Bayern und besonders interessiert an interdisziplinären Projekten im Rahmen der Bioinformatik. Aufsehen erregten im Frühjahr 2000 seine Arbeiten, die im Rahmen der Endeavour-Shuttle-Mission maßgeblich zur erfolgreichen Erstellung einer digitalen Höhenkarte der Erde beitragen.

Die Forschung des Professors fand Niederschlag in über 200 Publikationen. Seine Ergebnisse wurden unter anderem in den Bereichen Datenbanken und Wissensbanken, Netzwerkdesign, Robotik, Flexible Fertigung und Logistik angewendet.

Seit mehr als 30 Jahren werden die Arbeiten von Prof. Noltemeier kontinuierlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt; zur Zeit ist er unter anderem Mitglied in einem DFG-Schwerpunktprogramm.
Prof. Noltemeier hat mehrere stark beachtete internationale Workshops und Forschungsseminare initiiert.

Er ist der Autor von sechs grundlegenden Büchern und hat weitere 14 herausgegeben. Zudem ist er Mitherausgeber internationaler Zeitschriften. An die 250 Diplomarbeiten und mehr als 30 Promotionen hat er an vier Hochschulen erfolgreich betreut. Für seine Hobbys - Tennis, Bergsteigen und Musizieren - erhofft sich der Informatiker auch in Zukunft etwas Zeit.
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