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Stiftungsprofessur für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie

24.08.2000 - (idw) Universität Erfurt

Prof. Dr. h.c.mult. Berthold Beitz unterzeichnete Vertrag über die Einrichtung der Professur mit einzigartiger inhaltlicher Ausrichtung an der Universität Erfurt

Der Vertrag über eine Stiftungsprofessur für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie wurde heute an der Universität Erfurt von Prof. Dr. h.c.mult. Berthold Beitz, Vorstand der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Thüringens Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. habil. Dagmar Schipanski, und dem Präsidenten der Universität Wolfgang Bergsdorf unterzeichnet. Für die Einrichtung und fünfjährige Ausstattung der europaweit einmaligen Stiftungsprofessur hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung der Universität Erfurt rund 2,16 Millionen Mark zugesagt.
Die Stiftungsprofessur ist eine der Eckprofessuren der Staatswissenschaftlichen Fakultät, die als zweite Gründungsfakultät zum Wintersemester ihren Betrieb aufnehmen wird. Die Stiftungsprofessur soll über die herkömmliche Aufgaben der Finanzwissenschaft hinaus durch ihren interdisziplinären Ansatz neue Methoden und Organisationsformen zur besseren Bewältigung gegenwärtiger Problemlagen entwickeln.
Sie wurde durch den Gründungsrektor der Universität Prof. Dr. Peter Glotz initiiert. Sein Nachfolger, Präsident Wolfgang Bergsdorf, dankte ihm und der Stiftung für die Professur, die einen wichtigen Beitrag leiste, "das Profil der neuen Fakultät zu schärfen".
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftung ist das Vermächtnis von Dr. Ing. E.H. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dem letzten persönlichen Inhaber der Firma Fried. Krupp. Testamentarisch legte er fest, "die Firma über eine Stiftung, die Ausdruck der dem Gemeinwohl verpflichtenden Tradition des Hauses Krupp sein soll, in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln." Mit seinem Tode am 30. Juli 1967 ging sein gesamtes Vermögen auf die von ihm errichtete Stiftung über. Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im Jahre 1968 hat die Stiftung in den Satzungsbereichen Wissenschaft in Forschung und Lehre, Erziehungs- und Bildungswesen, Gesundheitswesen, Sport und Kultur mehr als 569 Mio. DM für Fördervorhaben aufgewendet. An der Spitze der Stiftung steht seit ihrer Gründung der erfolgreiche Industrielle und Manager Berthold Beitz. Er kam 1953 als Generalbevollmächtigter zu Krupp, wo er maßgeblichen Anteil am Nachkriegsaufstieg der Firma hatte. Als Stiftungsvorsitzender und Testamentsvollstrecker Krupps sowie als langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender hatte Beitz über Jahrzehnte eine starke Stellung in einem der größten deutschen Industriekonzerne. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrenwürden erhielt er für seinen Einsatz bei der Rettung von Juden während der NS-Zeit. Über seine Wirtschaftsaktivitäten hinaus bekannt wurde er auch durch seine Aktivität im Internationalen Olympischen Komitee. "Der Besuch des heute 86-jährigen Vorstandes der Stiftung ist für die Universität eine besondere Ehre", so Präsident Wolfgang Bergsdorf.

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