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Deutscher Lebensmittelchemikertag

25.08.2000 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Wissenschaftlicher Pressedienst Chemie 36/00 vom 25. August 2000

Deutscher Lebensmittelchemikertag 2000
Qualität und Sicherheit der Lebensmittel oberstes Ziel

Am 11. September wird an der Universität Stuttgart-Hohenheim der Deutsche Lebensmittelchemikertag 2000 eröffnet. Der Veranstalter, die Lebensmittelchemische Gesellschaft, größte Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), erwartet rund 600 Teilnehmer. Neue Methoden, die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel noch besser gewährleisten sollen, stehen im Mittelpunkt der dreitägigen Tagung.

Vorgestellt und diskutiert werden beispielsweise neueste Daten und Erkenntnisse über Tierarznei- und Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln. Weitere Themen sind u. a. Mineralöl in Futtermitteln, hormonell wirkende Substanzen in Lebensmitteln oder Trends in der Obst- und Gemüseverarbeitung. Besonderen Diskussionsstoff bietet in diesem Jahr die Frage, ob und in welchem Maße Lebensmittelinhaltsstoffe Wirkungen auf die Gesundheit zeigen und warum es so schwer ist, diese Wirkungen wissenschaftlich zu belegen. In die Diskussion eingeschlossen wird die Frage nach den Grenzen der Werbung bei unvollständigem Wissensstand.

Für herausragende Arbeiten vergibt die Lebensmittelchemische Gesellschaft in einer Festsitzung im Rahmen des Lebensmittelchemikertags am 12. September angesehene Auszeichnungen. Aus der Hand des GDCh-Präsidenten, Professor Dr. Gerhard Erker, erhält Professor Dr. Armin Mosandl aus Frankfurt die Joseph-König-Gedenkmünze u. a. für seine Arbeiten über Struktur-Wirkungsbeziehungen von Duft- und Aromastoffen. Der Bruno-Roßmann-Preis wird für eine verbesserte Methode zur Bestimmung von Schimmelpilzgiften an Jörg Stroka, Ispra (Italien), verliehen.

Weitere Auszuzeichnende sind Professor Dr. Manfred Geßler, Köln, dessen Engagement für eine gute Zusammenarbeit zwischen Veterinärmedizin und Lebensmittelchemie mit der Adolf-Juckenack-Medaille gewürdigt wird, und Dr. Markus Herderich, Würzburg, der sich Verdienste um die Identifizierung neuartiger, bioaktiver Lebensmittelinhaltsstoffe erworben hat und dafür den Kurt-Täufel-Preis des Jungen Wissenschaftlers erhält. Dr. Frank Podebrad, Dallas (USA), und Mirko Bunzel, Hamburg, erhalten Stipendien aus der Josef-Schormüller-Gedächtnisstiftung für Arbeiten über erblich bedingte Stoffwechselstörungen bzw. über die Chemie löslicher und unlöslicher Ballaststoffe. Thomas Hack, Dresden, sowie Dr. Annett und Dr. Oliver Mellenthin, Bonn, werden mit dem Stockmeyer Wissenschaftspreis ausgezeichnet, der in diesem Jahr für Arbeiten zur Lebensmittelsicherheit in stofflicher Hinsicht vergeben wird.

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Das Tagungsprogramm ist im Internet abrufbar unter
www.gdch.de/tagung
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