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Oliver Johannes Bott redet mit im »Global Dialogue« der EXPO

28.08.2000 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Oliver Johannes Bott beschäftigt sich mit der Optimierung von Arbeitsabläufen im Krankenhaus durch moderne, vielschichtige Softwarewerkzeuge. Seine Ergebnisse stellt er am 31.8.2000 im 'Global Dialogue' auf der EXPO vor.

Die EXPO 2000 ist neben vielem anderen ein Forum für einige der klügsten Köpfe und kreativsten Denker. Im Rahmen des "Global Dialogue" treffen sie zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch aufeinander. Darunter sind auch dreißig brillante Nachwuchswissenschaftler unter 35 Jahren. Sie sind aufgrund einer weltweiten Ausschreibung ("Shaping the Future") eingeladen worden, über brennende Themen des 21. Jahrhunderts zu diskutieren und ihre eigenen, innovativen Lösungsansätze zu präsentieren. Einer von ihnen ist Oliver Johannes Bott, (32 Jahre) Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig. Er beschäftigt sich mit neuen Verfahren für das Ge-sundheitswesen der Zukunft.

Wer auch nur einen Tag im Krankenhaus verbracht hat, kann sich vorstellen, wie komplex und unterschiedlich die dortigen Arbeitsabläufe sind: Es gibt die Ärzte, das Pflegepersonal und die Patienten, darüber hinaus die Verwaltung der Klinik und die verschiedenen Organisationseinheiten. Und weil im Grunde jede Krankheit unterschiedlich verläuft, gibt es nicht nur verschiedene Abteilungen mit den jeweiligen Spezialisten, sondern eine Fülle von unterschiedlichen Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten. Entscheidungen müssen oft sehr schnell getroffen werden, dabei spielen das Fachwissen und die individuelle Erfahrung der Verantwortlichen eine große Rolle. Oliver Bott arbeitet an einem Verfahren, das die Vorgänge in Krankenhäusern durch ein rechnergestütztes Informierungs- und Dokumentationssystem erleichtern soll. Herkömmliche Ansätze, Arbeitsabläufe im Computer abzubilden, wie das so genannte "Workflow-Management", erwiesen sich dabei als unzulänglich. "Virtualisierung zur Optimierung des klinischen Prozesses" ist der Titel seines Projektes. Eine der Herausforderungen dabei ist es, den spezifischen Perspektiven der Beteiligten gerecht zu werden. So ist die Sicht eines Krankenpflegers auf einen Patienten und seinen Befund eine andere als die des behandelnden Arztes.

Das Ergebnis sind unter anderem Softwarewerkzeuge, anhand derer Patientenakten und Krankheitsverläufe eingesehen bzw. beobachtet und geeignete Maßnahmen zunächst geplant, dann in "To-Do"-Listen eingesehen und letzlich nach ihrer Ausführung dokumentiert werden können. Dabei wird der planende bzw. der ausführende Mitarbeiter je nach Bedarf durch gespeichertes Wissen über Behandlungsleitlinien, Pflegestandards, oder organisatorische Richtlinien unterstützt.

Zur Person:

Oliver Johannes Bott wurde 1968 in Bückeburg geboren. Nach dem Abitur in Stadthagen studierte er Informatik an der Universität Hildesheim, sein Diplom absolvierte er mit der Note 1,1. Danach war er am Institut für Medizinische Informatik, Arbeitsgruppe Medizinische Informationssysteme, der Universität Hildesheim tätig. Seit der Verlagerung des Instituts nach Braunschweig vor drei Jahren ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Braunschweig.

Er ist Vorsitzender der Landesvertretung Niedersachsen des Berufs-verbandes Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI), Stellvertretender Obmann des Arbeitsausschusses G 1 "Modellierung" des Fachbereichs G "Medizinische Informatik" des Normenausschusses Medizin (DIN) und Mitglied der GI/GMDS Arbeitsgruppe "Methoden und Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemen". Neben zahlreichen nationalen und internationalen Veröffentlichungen und Fachvorträgen hat er bereits Erfahrungen aus unterschiedlichen Projekten aufzuweisen.

Mit seiner Frau Katrin und Söhnchen Lennard lebt Oliver Bott in Groß Denkte.

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