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Nachwuchswissenschaftlerin der Viadrina erhält EACES-Dissertationspreis

07.09.2000 - (idw) Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Den europaweit vergebenen Dissertationspreis "EACES Award 2000" wird am 8. September 2000 Katharina Müller, seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Transformationsstudien (F.I.T.) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), in Barcelona während der EACES-Konferenz "Globalisation and European Integration" erhalten. Der Preis - verliehen für die im Januar 1999 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Viadrina "magna cum laude" abgeschlossene Doktorarbeit geht damit zum ersten Mal nach Deutschland.
Der "EACES Award" ist ein von der "European Association for Comparative Economic Studies" (Europäische Vereinigung für vergleichende Wirtschaftsforschung) im zweijährlichen Rhythmus vergebener Preis für die beste Dissertation im Bereich der vergleichenden Wirtschaftsforschung und Ökonomie der Transformation. Die in diesem Jahr preisgekrönte Arbeit trägt den Titel "The Political Economy of Pension Reform in Central-Eastern Europe" und ist mittlerweile im britischen Verlag Edward Elgar erschienen (ISBN 1 84064 2386). In der Begründung wurde besonders gewürdigt, dass die komparative Perspektive der Arbeit nicht nur auf Osteuropa beschränkt ist, sondern auch den rentenpolitischen Institutionentransfer aus Lateinamerika einschließt. Da-rüber hinaus fand der interdisziplinäre Ansatz der Arbeit Anerkennung.

Zum Inhalt der Arbeit: In einigen östlichen Transformationsländern wurden die bestehenden staatlichen Rentenversicherungen radikal reformiert und - nach lateinamerikanischem Vorbild - durch private, kapitalgedeckte Systeme ersetzt. Ein so radikaler Systemwechsel in der Alterssicherung wurde in der volkswirtschaftlichen und politikwissenschaftlichen Literatur bisher für unwahrscheinlich gehalten, so dass der Erklärung der mittelosteuropäischen Fälle eine besondere Bedeutung zukommt. Am Beispiel Polens, Ungarns und Tschechiens wird die Politische Ökonomie der Rentenreform untersucht. Ausgehend vom relevanten strukturell-institutionellen Kontext werden dabei die resultierenden Akteurkonstellationen bzw. -interaktionen herausgearbeitet und so die Paradigmenwahl in der mittelosteuropäischen Alterssicherung erklärt.

Katharina Müller bearbeitet zurzeit am F.I.T. ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt "Die Politische Ökonomie der Rentenreform: Ein Osteuropa-Lateinamerika-Vergleich". Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre schloss sie 1995 an der Freien Universität Berlin ab.
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