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Arzneien und Naturstoffe aus dem Meer: Arbeitstagung über Meeresbiotechnologie

11.09.2000 - (idw) Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Im Meer lebende Organismen haben sich als ergiebige Quelle für die Gewinnung neuer Naturstoffe erwiesen, die als Wirk- und Werkstoffe für den Menschen von Nutzen sein können. Dieses und mehr ist Thema einer Tagung über Meeresbiotechnologie an der Universität Oldenburg mit WissenschaftlerInnen aus Europa, Australien und den USA.

Wie können die in Massen anfallenden Skelettreste von Krabben und anderen Krustentiere durch biologische Verfahren in Kosmetikprodukte umgewandelt werden? Welche Bedeutung haben Bakterien in Moostierchen für die Herstellung eines neuen Arzneimittels zur Krebstherapie? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt einer Arbeitstagung über Meeresbiotechnologie, die am 12. und 13. September 2000 in der Universität Oldenburg stattfindet. Gastgeber ist Prof. Dr. Meinhard Simon vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres. Etwa 60 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Australien, England, den USA und Griechenland nehmen an der Tagung teil.

Im Meer lebende Organismen, insbesondere Bakterien, Pilze und wirbellose Tiere (z.B. Schwämme, Korallen, Muscheln), haben sich als ergiebige Quelle für die Gewinnung neuer Naturstoffe erwiesen, die als Wirk- und Werkstoffe für den Menschen von Nutzen sein können. In verschiedenen Ländern sind in den vergangenen Jahren daher große Forschungsprogramme angelaufen, um dieses vermutlich erst anfänglich bekannte Potenzial in größerem Umfang zu nutzen. In Deutschland hat zuerst das Land Niedersachsen die Initiative ergriffen, einen Forschungsschwerpunkt Meeresbiotechnologie zu begründen. Seit Januar 1998 wird in 20 Projekten an fünf Universitäten zu diesem Thema geforscht. U.a. sind das Institut für Chemie und Biologie des Meeres an der Universität Oldenburg mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Wolfgang. E. Krumbein und Prof. Dr. Meinhard Simon und das Forschungszentrum Terramare in Wilhelmshaven mit Projekten vertreten. Von Oldenburger Tagung werden wichtige Hinweise auf die Perspektiven der Meeresbiotechnologie in Niedersachsen im nationalen und internationalen Vergleich erwartet.

Kontakt: Prof. Dr. Meinhard Simon, Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM),
Tel.: 0441/798-5361 oder -5342, Fax: -3404.
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