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"the making of genlaboratorium.khm.de"

12.09.2000 - (idw) Kunsthochschule für Medien Köln

Das "gläserne" Genlaboratorium - Frankensteins Küche oder ein ganz normaler Arbeitsplatz"
im Rahmen der Begleitausstellung
zum Symposium PUSH- Dialogpartner Wissenschaft,
Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstrasse 45
Projektvorstellung: 18. September 2000, 13 - 17 Uhr


Gläsernes Genlabor, Detail
Skizze zu Gläsernes Genlabor Der Installation liegt die Idee zugrunde, den realen Arbeitsplatz in einem gewöhnlichen Genlaboratorium als 1:1 Modell nach zu bauen und öffentlich, nicht nur sichtbar sondern haptisch erfahrbar zu machen. In unserer Ausdrucksweise verwenden wir neben den normalen Labormaterialien und klassischen Mitteln der Installation zusätzlich mediale Werkzeuge wie z.B. die Projektion von Filmen (Video).
Für den in Bonn präsentierten ersten Bauabschnitt des Genlaboratoriums wurde eine Sammlung von Videosequenzen, die der Biologe und Künstler Klaus Fritze in verschiedenen Genlaboratorien aufgenommen hatte, derart seziert, daß sie in der von Björn Schülke geschaffenen Konstruktion in vier verschiedenen Projektionsfeldern, als Sequenzen für den Betrachter sichtbar werden.

"Unsere inhaltlichen Überlegungen zur lebendigen Installation sind dadurch geprägt, das wir im Gegensatz zu konventionellen, didaktisch betonten Methoden der Wissenschaftsvermittlung, davon abrücken möchten, einen vorgefertigten Inhalt zu transferieren und 'technikoptimistisch' oder kritisch zu argumentieren, sondern vielmehr das Genlabor und die damit verbundenen Technologien und gesellschaftlichen Implikationen zur demokratischen Diskussion zur stellen.
Wir möchten das Genlabor aus der Institution, dem wissenschaftlichen Gebäude heraus in den öffentlichen Raum transferieren und die damit verbundenen Irritationen nutzen, die Betrachter zu eigenen Denkprozessen über Lebens-, Existenz- und Zukunftsfragen anzuregen. Über die Darstellung des Genlabors als multimedial inszenierte Skulptur hinaus, soll ein sozialer und experimenteller Prozeß zur Arbeit am "Genlaboratorium" initiiert werden, der neue Dialoge mit Künstlern und Wissenschaftlern impliziert und auch ihre Arbeit sowie ihre gesellschaftliche Relevanz thematisiert."

Die von Marcia Vaitsman gestaltete homepage genlaboratorium.khm.de dient derzeit als öffentliche Dokumentation zur Darstellung der 'Baustelle Genlabor'. Im weiteren Ausbau wird sie Kommunikationsplattform mit Künstlern, Wissenschaftlern, Publizisten und an der Diskussion um die Anwendung von Biotechnik interessierten Menschen genutzt.

"the making of genlaboratorium.khm.de" gründet sich auf einen Förderpreis für den gemeinsamen Projektantrag von Dr. Dirk Prüfer, Molekularbiologe am Fraunhofer Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie (IUCT) und Dr. Klaus Fritze, Biologe und derzeit Student der Kunsthochschule für Medien Köln, zum Aktionsprogramm PUSH des Stifterverbandes im Januar 2000.
Zusammen mit dem Künstler und Konstrukteur Björn Schülke, Absolvent der Kunsthochschule und der brasilianischen web-Künstlerin Marcia Vaitsman, Studentin der Mediengestaltung, wurde die Autorengemeinschaft "genlaboratorium.khm.de" konstituiert, um gemeinsam die Installation zu entwickelt. "Das gläserne Genlaboratorium" wird derzeit im Kölner Atelier von Björn Schülke gebaut.

Kontakt: Klaus Fritze Tel. 0179-4954401 - fritze@khm.de
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