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Professor schaltet in rasantem Tempo

13.09.2000 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat mit Dr. Udo Jorczyk einen Experten für elektronische Bausteine als Professor in den Fachbereich Physikalische Technik berufen. Neuer Ansprechpartner für Unternehmen der Region zu Entwicklungen in der Digital-, Schaltungs- oder Steuerungstechnik.


Vom Silicon Valley nach Gelsenkirchen: Dr. Udo Jorczyk ist neuer Professor im Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen. Foto: FHG/SB, Abdruck honorarfrei Gelsenkirchen. Schon als Kind begeisterte sich Udo Jorczyk für Technik. Sein Interesse daran weckten vor allem die elektronischen Bauteile. Als Funkamateur baute er ein paar Jahre später die Schaltungen für seine Morseanlage selbst und reichte damit bis in die USA. Als der Bau eines Radios für ihn längst keine Herausforderung mehr war, begann er ein Elektrotechnikstudium an der Ruhr-Universität Bochum, Schwerpunkt Mikroelektronik und Schaltungstechnik, das er nach neun Semestern mit dem Diplom abschloss. Und setzte an der Universität Hannover noch eine Doktorarbeit über den Test extrem schneller elektronischer Schaltungen obenauf. Die Industrie zeigte Interesse an dem schnell schaltenden Elektronik-Experten: Im Auftrag der Sican GmbH in Hannover, bei der Jorczyk auch schon während seiner Promotion als Entwickler gearbeitet hatte, forschte er vier Jahre lang als Projektleiter an Schnellschaltungen zur optischen Nachrichtenübertragung, zum Teil im Silicon Valley, der nordamerikanischen Keimzelle für die Entwicklung von Mikroelektronik. Es folgten drei Jahre im Bereich Datenkommunikation bei Infineon Technologies. Vor kurzem wurde der 33-Jährige zum Professor in den Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen berufen, Lehrgebiet "Integrierte Schaltungen und digitale Signalverarbeitung". Vor allem in der weltweiten Datenkommunikation sind schnelle Schaltbausteine zur Verteilung von Informationen unverzichtbar. Die Studierenden der Mikrotechnik und der Medizintechnik lernen bei dem neuen Professor, wie diese Bausteine entwickelt und später eingesetzt werden. "Damit erschließt sich den Studierenden", so Jorczyk, "das interessante und hochinnovative Betätigungsfeld der Mikroelektronik mit hervorragenden Berufsaussichten und auch der Möglichkeit zu Unternehmensgründungen."
Dass Jorczyk nicht nur spielend mehrere Millionen Schaltvorgänge einer Digitalschaltung beherrscht, sondern auch für seine Studierenden die richtigen Schalter zu drücken weiß, hat er bereits wenige Tage nach seiner Berufung bewiesen, indem er zwei Gelsenkirchener Studenten der Mikrotechnik für ein Praxissemester ins Silicon Valley vermittelte. Für die Zukunft richtet sich sein Interesse aber vor allem in die Hochschulregion, denn hier sucht Jorczyk Kontakte zu Unternehmen, die mit der Hoch-schule im Bereich Schaltungs-, Steuerungs- und Digitaltechnik zusammen arbeiten möchten.
Udo Jorczyk bleibt den Wurzeln seiner Kindheit nicht nur fachlich, sondern auch geografisch treu. Nach beruflichen Stationen in Hannover, München, Düsseldorf und San José, einer Stadt im Silicon Valley, kehrte er nun nach Buer zurück, wo er aufgewachsen ist. Dass aus dem ehemaligen Funkamateur ein Professor geworden ist, freut außer den Studierenden der Mikrotechnik und Medizintechnik auch seine Nachbarn: Endlich durchkreuzen keine Funkwellen mehr das abendliche Fernsehprogramm.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Udo Jorczyk, Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-584 oder 9596-513 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-514,
E-Mail: u.jorczyk@pt.fh-gelsenkirchen.de
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