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Frühwarnsystem vor Algengiften etablieren

14.09.2000 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Tagung an der Uni Jena vom 20.-22. September zu Algen und ihren Toxinen

Jena (14.09.00) Am Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Jena treffen sich vom 20.-22. September die Partner des EU-Projektes NUTOX (Effect of Nutrient Ratios on Harmful Phytoplankton and their Toxin Production) zu ihrer jährlichen Tagung. Im Rahmen des internationalen Projekts ist der Einfluss unterschiedlich hoher Nährstoffkonzentrationen auf das Wachstum von Algen und die Bildung toxischer Algenblüten (Harmful algal blooms, HABs) untersucht worden. Gefragt wurde u. a., welche Bedeutung der von Menschen verursachte Nährstoffeintrag in Gewässer auf das daraus resultierende erhöhte Vorkommen giftiger Algen hat. Neben dem Team des Jenaer Lebensmittelchemikers Prof. Dr. Bernd Luckas nehmen Wissenschaftler aus vier europäischen Staaten als Projektpartner sowie die Vertreterin der EU-Kommission Elisabeth Lipiatou aus Brüssel teil.

Während der Tagung werden vor allem die Forschungsergebnisse der einzelnen Partner diskutiert. Die Jenaer Gruppe betont dabei die in letzter Zeit sehr erfolgreich vorangetriebene Methodenentwicklung zur Erfassung von Algentoxinen. Den Forschern ist es gelungen, für die bislang in einzelnen Analysegängen jeweils separat bestimmten Toxingruppen nun optimierte Verfahren vorzulegen. Diese beruhen auf der gemeinsamen Bestimmung der wichtigsten Algentoxine im Massenspektrometer nach chromatographischer Trennung. Hierzu wurde erstmals eine solche Kopplung an Bord eines Forschungsschiffes installiert, mit der direkt auf See Planktonproben analysiert werden konnten. Damit wurde eindrucksvoll demonstriert, dass es in sehr naher Zukunft möglich sein kann, ein Frühwarnsystem vor giftigen Algenblüten, das auf aussagekräftigen in situ-Messungen beruht, aufzubauen. Die Jenaer Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass dieses "Monitoring" entscheidend dazu beitragen wird, wirtschaftliche Verluste wegen der Schädigung von Aquakulturen durch Algengifte zu minimieren und eine gesundheitliche Gefährdung der Konsumenten von Meeresfrüchten durch solche Toxine auszuschließen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bernd Luckas
Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Jena
Dornburger Str. 25
07743 Jena
Tel.: 03641/949650
Fax: 03641/949652
E-Mail: b5belu@rz.uni-jena.de


Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Axel Burchardt M. A.
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641/931041
Fax: 03641/931042
E-Mail: hab@sokrates.verwaltung.uni-jena.de
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