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Arbeitsform mit Zukunft: Infotag zur Telearbeit an der TU Dresden

29.09.2000 - (idw) Technische Universität Dresden

Dank moderner Informations- und Kommunikationstechnologien ist es oft nicht nötig, acht Stunden pro Tag im Büro zu sitzen. Via Datenleitung kann die Arbeit auch von zu Hause aus erledigt werden. Neben Vorteilen für Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen hat Telearbeit einen positiven Effekt auf Umwelt und Verkehr, denn dadurch kann physische Mobilität vermieden werden. Der Übergang in die moderne Informationsgesellschaft mit einem wissensorientierten Wirtschaftswachstum erfordert die Schaffung von neuen Arbeits- und Organisationsformen. Telearbeit (Telependeln) ist dabei der Schlüssel zu einer flexibleren Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung und bietet vielfältige Möglichkeiten und Vorteile. Betriebswirtschaftlich werden Produktivitäts-steigerungen von bis zu 20 Prozent sowie Zeit- und Kostenersparnisse und damit eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erreicht.
Im Rahmen des Leitprojektes "Intermobil Region Dresden" untersuchen Wissenschaftler der TU Dresden (TUD) den Einfluss von virtueller Mobilität auf das Verkehrsverhalten der Teilnehmer. Damit soll eine gezielte Beeinflussung des Verkehrsverhaltens erreicht werden. Mit einem Infotag zum Thema "Telearbeit" am 4. Oktober 2000, von 13 bis 18 Uhr in der TU Dresden, Mommsenstraße 13, Großer Senatssaal wollen Mitarbeiter des Lehrstuhls Rechnernetze über die Potentiale von Telearbeit informieren. Fachvorträge und Erfahrungsberichte bereits tätiger Telearbeiter sollen motivieren, auch in weiteren Unternehmen Telearbeit einzuführen.
Derzeit liegt Deutschland allerdings im internationalen Vergleich weit hinter anderen Staaten zurück und schöpft das Potential der Telearbeit nur unzureichend aus. So ließen sich zum Beispiel etwa drei Millionen bestehende Büroarbeitsplätze in Deutschland in Telearbeitsplätze umwandeln. Tatsächlich wird jedoch nur etwa jeder vierte davon auch als solcher genutzt - in Großbritannien hingegen sind es schon fast die Hälfte der dort möglichen Telearbeitsplätze. Rund 11 Millionen Amerikaner arbeiten bereits regelmäßig daheim - Tendenz steigend. Die Entwicklung der Telearbeit verläuft in Deutschland bisher im Vergleich zu den USA noch sehr schleppend, da es immer noch zu viele Vorbehalte gegen diese innovative Arbeitsform gibt. Im Moment gehören nur ca. fünf Prozent der deutschen Arbeitnehmer zu der weltweit am rasantesten wachsenden Berufsgruppe: den Telearbeitern.

Nähere Informationen bei: Katrin Borcea oder Iris Braun, TUD, Lehrstuhl Rechnernetze, Telefon (03 51) 4 63 - 85 56, E-Mail: intermobil@rn.inf.tu-dresden.de
Anmeldungen zum Infotag sind auch online möglich. Weitere Informationen zum Projekt und zum Programm des Infotages gibt es unter: http://intermobil.inf.tu-dresden.de/

Dresden, September 2000
Susann Mayer
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