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Deutliche Zunahme bei Physik-Immatrikulationen - Einschreibungen noch möglich

04.10.2000 - (idw) Universität Augsburg

Kurz vor Semesterbeginn am 16. Oktober 2000 zeichnet sich an der Universität Augsburg ein gegenüber den Vorjahren verstärktes Interesse am Studium naturwissenschaftlicher Fächer ab. Die Neuimmatrikulationen für den Bereich Physik und Materialwissenschaften liegen jetzt bereits gut 75% über den Anfängerzahlen des Vorjahres. Dabei können sich bislang unentschlossene Interessentinnen und Interessenten auch in den kommenden Wochen (bis Ende November) noch einschreiben, denn trotz der gestiegenen Nachfrage in den naturwissenschaftlichen Studiengängen sind noch Studienplätze frei.

Das Interesse am naturwissenschaftlichen Studium scheint neu zu erwachen. Auch der Run auf das vom Institut für Physik zusammen mit dem Lehrstuhl für Festkörperchemie für die 11. bis 13. Jahrgangsstufe der regionalen Gymnasien angebotene Schüler-Praktikum "Umwelt und Energie" deutet darauf hin: Erst seit kurzem für Anfang November angekündigt, liegen bereits jetzt, gut zwei Wochen vor Ende der Bewerbungsfrist, so viele Anmeldungen vor, dass wohl viele Interessentinnen und Interessenten wieder auf einen späteren Termin werden vertröstet werden müssen.

Physik-Absolventen: Hohe Nachfrage auch außerhalb klassischer Einsatzgebiete

Zu diesem neu erwachten Interesse haben sicher auch die inzwischen wieder ausgezeichneten Berufsaussichten für Naturwissenschaftler beigetragen. "Es scheint sich endlich herumzusprechen", meint der Augsburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Bernd Stritzker, "dass das Physikstudium aufgrund seiner breiten, umfassenden Ausbildung und der Schulung zum analytischen Durchdenken kompliziertester Vorgänge den Absolventinnen und Absolventen nach dem Diplom oder der Promotion vielfältigste berufliche Möglichkeiten bietet, und zwar nicht nur auf den klassischen Einsatzgebieten in der Elektro- bzw. Chemieindustrie - qualifizierte Physikerinnen und Physiker werden z. B. auch bei Unternehmensberatungen oder bei Banken verstärkt nachgefragt." Außerdem hätten sich im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur für Diplom-Physiker sondern auch für Physik-Lehrer die Berufsaussichten wieder deutlich verbessert. "So kann man heute jedem qualifizierten Interessenten ein Physik-Studium uneingeschränkt empfehlen", meint Stritzker.

Materialwissenschaften: bedarfsgerechte Erweiterung des Ausbildungsspektrums

Vor diesem Hintergrund genau zum richtigen Zeitpunkt verbreitert die Universität Augsburg ihr naturwissenschaftliches Ausbildungsspektrum zum Beginn des Wintersemesters 2000/2001 durch einen neuen, praxisorientierten Studiengang "Materialwissenschaften". Vermittelt wird hier insbesondere die Kenntnis der Eigenschaften und das mikroskopische Verständnis von Materialien. Qualifizierte Materialwissenschaftler sind gesuchte Mitarbeiter in einschlägigen Industriebranchen wie etwa im Automobil- und Maschinenbau, in der Halbleiter- und Kommunikationstechnik oder in der Keramik- und Kunststoffverarbeitung. Wie für Physiker eröffnen sich auch für Absolventen der Materialwissenschaften hervorragende Berufsaussichten. Organisiert ist der neue Augsburger Studiengang nach den neuesten EU-Richtlinien, d. h. dass schon nach sechs Semestern als erster berufsqualifizierender Abschluss der "Bachelor of Science" erworben werden kann und daran anschließend aber auch die Möglichkeit besteht, in weiteren vier Semestern zum "Master of Science" zu gelangen.

Praxiskontakt: Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung

Die Ausbildung im Studiengang "Materialwissenschaften" wird durch das kürzlich im Rahmen der High Tech-Offensive der Bayerischen Staatsregierung an der Universität Augsburg errichtete "Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung" (AMU) unterstützt. Ziel des AMU ist es, an der Universität vorhandene bzw. künftig entwickelte Kenntnisse und Techniken den Industrieunternehmen der Region zu erschließen. Das AMU unterhält bereits rege Kontakte mit der Industrie und arbeitet mit mehreren Partnern intensiv an der Entwicklung gemeinsamer Projekte.

Kontakt:

Institut für Physik

Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon: 0821/598-3332, Telefax: 0821/598-3318
e-mail: Siegfried.Horn@Physik.Uni-Augsburg.DE
http://www.physik.uni-augsburg.de
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