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Zwei Physik-Nobelpreisträger mit engen Kontakten nach Würzburg

10.10.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Nobelpreis für Physik geht an diesem Jahr an drei Wissenschaftler, die mit ihren Arbeiten die Grundlagen für die heutige Informationstechnologie geschaffen haben. Die Preisträger - Zhores Alferov, Herbert Kroemer und Jack Kilby - wurden am heutigen Dienstag, 10. Oktober, bekannt gegeben. Zu zweien von ihnen pflegt das Physikalische Institut der Universität Würzburg seit langem enge Kontakte.

Beide - Herbert Kroemer und Zhores Alferov - zählen zu den Pionieren der modernen Informationstechnik. Prof. Kroemer war 1995 mehrere Wochen als Gastprofessor in Würzburg tätig. Noch jetzt besteht eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Würzburger Professor Dr. Reiner Kümmel. Der in Weimar geborene Kroemer (72) ging nach siebenjähriger Forschungstätigkeit in Deutschland 1959 in die USA. Derzeit ist er Professor an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.

Prof. Alferov (70) ist Direktor des A.F. Ioffe-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg. Auch dieses Institut kooperiert seit langem mit Würzburger Physikern, und zwar bei der Erforschung von blauen und grünen Lasern, die bis zur Emeritierung von Prof. Gottfried Landwehr 1999 am Lehrstuhl für Experimentelle Physik III intensiv erforscht wurden und dort auch in Zukunft weiterentwickelt werden. Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Ioffe-Instituts hält sich regelmäßig in Würzburg auf.

Herbert Kroemer formulierte das Heterostrukturprinzip, auf dem moderne Halbleiterlaser und Höchstfrequenztransistoren beruhen. Heterostrukturen bestehen aus sehr dünnen Schichten, die mittels Nanotechnologie hergestellt werden. Unter der Leitung von Zhores Alferov gelang zum ersten Mal die Realisierung von Halbleiterlasern. Diese sind untrennbare Bestandteile der Nachrichtenübertragung mit Glasfasern und der CD-Spieler. Der dritte Preisträger, Jack Kilby, war zunächst in der amerikanischen Halbleiterindustrie tätig und zuletzt Professor an der Texas A & M University. Er wurde für die Erfindung der integrierten Schaltungen (Siliziumchips) geehrt, welche die Informationstechnik revolutioniert haben.

Hinweis für Journalisten: Weitere Informationen erhalten Sie bei Prof. Dr. Gottfried Landwehr, T (0931) 888-5775, Fax (0931) 888-5142.
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