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Früherkennung von Schermausfraß

11.10.2000 - (idw) Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft

52. Deutsche Pflanzenschutztagung in München

Schermäuse richten im Obstbau erhebliche Schäden an, vor allem, wenn sie im Winter unbemerkt die Wurzeln der Bäume vollständig abfressen. Um frühzeitig zu erkennen, ob Schermäuse im Obstbestand vorhanden sind, können neuerdings Schallsensoren eingesetzt werden. Damit werden die Schwingungssignale der Baumstämme permanent gemessen. Treten Geräusche im Bereich von 100-600 Hertz auf, ist dies ein Zeichen dafür, dass Mäuse an den Wurzeln nagen. Alarm wird dann über Funk an eine Empfängerstation gemeldet.

Im Erwerbsobstbau wurden bisher im Herbst häufig flächendeckend große Mengen von Giftködern ausgebracht, auch wenn keine Mäuse im Bestand waren. Mit der neuen Methode kann gezielt bekämpft werden. Wie auf der 52. Deutschen Pflanzenschutztagung in München vorgetragen wurde, eignet sich dafür hervorragend CO2, vor allem Trockeneis. Das CO2 wird in die Mäusegänge eingeleitet. Damit werden die Tiere sicher und schmerzfrei getötet, ohne sie zu alarmieren oder in die Flucht zu schlagen. Mit dem Schallsensor läßt sich natürlich auch der Bekämpfungserfolg direkt beobachten. (BBA)


Siehe Seite 493, Mitteilungen aus der Biologischen Bundesanstalt (Tagungsband) Nr. 376
Poster 603, Postersektion am 11, Oktober 2000
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