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Frauen im Hochleistungssport

11.10.2000 - (idw) Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft

Jahrestagung der Kommission "Frauenforschung" der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft vom 12.-15. Oktober 2000 in Berlin am Deutschen Olympischen Institut

Im Kontext der gegenwärtigen Modernisierungs- und Globalisierungsprozesse gewinnt der Spitzensport einerseits zunehmend an öffentlicher Aufmerksamkeit, andererseits verändern sich die Voraussetzungen, Bedingungen und Auswirkungen sportlicher Höchstleistungen gravierend. Analysen und Diskussionen über den Hochleistungssport, so beispielsweise über seine Vermarktung oder auch über Doping, haben derzeit Konjunktur. Dabei wird meist nicht berücksichtigt, daß Hochleistungssport auch Teil des gesellschaftlichen Geschlechterarrangements und Möglichkeit der Inszenierung von Geschlecht ist. Frauen finden im Spitzensport andere Bedingungen vor als Männer, und selbst dieselben Chancen oder auch Schwierigkeiten haben für beide Geschlechter unterschiedliche Bedeutungen und Auswirkungen.

Auf dieser Tagung soll der Ort der Tagung, das Deutsche Olympische Institut (DOI), Anlaß sein, verschiedene für den Spitzensport relevante Themen aus der Perspektive der Frauenforschung zu bearbeiten, so z.B.
1. Frauen im Hochleistungssport - Vom Ausschluß zur Integration: Entwicklungen, Situationen, Perspektiven (Problemaufriß), Frauenleistungssport im internationalen Vergleich, Frauensport und Islam
2. Die Geschlechterordnung im System Hochleistungssport: Die Rolle der Frauen in den nationalen und internationalen Sportverbänden, Chancen und Probleme von Trainern und Trainerinnen, von Sportmedizinerinnen
3. Lebenswelt Hochleistungssport: Athletinnen in verschiedene Sportarten, Biographien, Drop-Out-Problematik, die Situation behinderter Spitzensportlerinnen
4. Was kommt danach? - Das Leben nach dem Sport
5. Möglichkeiten und Grenzen - trainingswissenschaftliche und medizinische Aspekte des Hochleistungssport
6. Rennmiezen und Turnküken - gibt es die immer noch? Massenmedien und Athletinnen, neue Abhängigkeiten und Allianzen, Sportjournalistinnen

Wir planen, eine Vertreterin des IOC einzuladen, die uns über gegenwärtige Bemühungen zur Gleichberechtigung beider Geschlechter in der Olympischen Familie informieren soll. Außerdem: wird versucht, Sportjournalistinnen, Hochleistungssportlerinnen und Sportfunktionärinnen für ein Roundtable-Gespräch zu gewinnen.

Im Kontext dieser Tagung wird am 12. Oktober 2000 ein Nachwuchsworkshop angeboten. Dort sollen Methoden und Theorien der Geschlechterforschung vorgestellt und diskutiert werden. Außerdem wird Doktorandinnen die Möglichkeit eröffnet, ihre Arbeiten vorzustellen. Als Beraterinnen stehen u.a. Claudia Kugelmann (Erlangen), Ilse Hartmann-Tews (Köln), Beate Blanke (Hamburg) und Gertrud Pfister (Berlin) zur Verfügung. Als Gastdozentin hat bisher Gertrud Lehnert zugesagt. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zum "doing gender" vorzuweisen.

Ablauf der Tagung:
- Nachwuchsworkshop:
Beginn: Donnerstag, 12. Oktober 2000, 14.00
Ende: Freitag, 13. Oktober 2000, 12.00
- Tagung:
Beginn: Freitag, 13. Oktober 14.00 (Begrüßung, Hauptvortrag, Bewegungspause, Empfang)
Samstag, 14. Oktober 2000 Vorträge und Diskussionen
Sonntag, 15. Oktober 2000 Round-Table, Abschluß
Ende: 15. Oktober 2000, 12.00

Kosten:
Es wird keine Tagungsgebühr erhoben. Unterkunftmöglichkeiten stehen zu verschiedenen Preisen und Konditionen (ab ca. 45.- DM) zur Verfügung.

Inhaltliche Rückfragen zur Tagung sind zu richten an:

Prof. Dr. Dr. Gertrud Pfister

Freie Universität Berlin
Institut für Sportwissenschaft
Schwendener Str. 8
14195 Berlin
Tel.: (030) 8385-2737, Fax: -3138
eMail: pfister@zedat.fu-berlin.de

Als Übernachtungsmöglichkeiten empfehlen wir Ihnen die einfache, aber preiswerte Unterkunft im Ruderclub am Wannsee, der allerdings nur Zwei- und Mehrbettzimmer bieten kann: Ruderclub am Wannsee, Scabellstr. 8, 14109 Berlin,
Ü.m.F.: ca. DM 42.- Falls Sie dort übernachten möchten,
wenden Sie sich bitte an: Deutsches Olympisches Institut, z.H. Herrn Thomas Mielke, Am Kleinen Wannsee 6a, 14109 Berlin, Tel.: 030/3057383 oder 0174/6001502, Fax: 030/805003-70.
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