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Weltkongress der IUCN in Amman beendet:

11.10.2000 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Internationaler Naturschutz will mit Ökobauern zusammenarbeiten
BfN-Präsident Vogtmann leitete Arbeitsgruppe zum Verhältnis von Naturschutz, Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Amman/Bonn 11. Oktober 2000: Heute ging der vom 03. bis 11.10.2000 abgehaltene zweite Welt-Naturschutz-Kongress der IUCN in Amman/Jordanien zu Ende. Die World Conservation Union (IUCN) ist die größte internationale Nicht-Regierungs-Organisation für Naturschutz. Die Aufgabe der IUCN ist es, den Gedanken des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung der Natur in den Gesellschaften der Welt zu verankern, um den Weg für eine nachhaltige Entwicklung zu ebnen und die Natur, als Lebensgrundlage der Menschen, zu erhalten.
Über 2000 Kongressteilnehmer aus allen Teilen der Welt beschlossen das Programm der IUCN für die kommenden drei Jahre. Die Schwerpunkte des Programmes sind:
· Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt
· Schutz bedrohter Arten und Ökosysteme sowie
· Verbesserung der internationalen Kommunikation im Naturschutz

Der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, leitete die Arbeitsgruppe über das Verhältnis von Landwirtschaft, Naturschutz, Ökonomie und Gesellschaft. "Es wurde deutlich, dass das Verhältnis von Landwirtschaft und Naturschutz ausschlaggebend für eine nachhaltige Regionalentwicklung ist. Insbesondere der organische Landbau schneidet dabei gut ab, da er eine höhere natürliche Vielfalt ermöglicht und gleichzeitig eine wirtschaftliche Alternative für das gleichförmige Beackern großer Flächen darstellt," sagte Vogtmann. Die IUCN beschloss aufgrund der Ergebnisse der Arbeitsgruppe, in Zukunft verstärkt mit der IFOAM, dem internationalen Zusammenschluss der ökologisch arbeitenden Bauern, zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, auf internationaler Ebene Alternativen für die überwiegend exportorientierte Landwirtschaft anzubieten. Schon im Jahr 2001 wird sich damit, auf Einladung des Bundesamtes für Naturschutz, eine internationale Arbeitsgruppe beschäftigen.

Auf dem Kongress beschloss die IUCN ferner, dass sie sich verstärkt mit dem zukünftigen Einsatz genetisch veränderter Tiere und Pflanzen (z.B. Turboreis) befassen werde. Es gehe darum, genetisch veränderte Pflanzen, z.B. für medizinische Zwecke, nur dann einzusetzen, wenn negative Auswirkungen auf die heimische Pflanzenwelt auszuschließen seien. Die Erarbeitung von Empfehlungen sei dafür eine Voraussetzung.
Der Vizepräsident des Deutschen Naturschutzringes, Prof. Manfred Niekisch (Universität Greifswald) wurde zu einem von drei Vertretern der westeuropäischen Naturschutzverbände in den sog. "Council" - das Regierungsorgan der fast 1000 Verbände umfassenden IUCN - gewählt. Damit ist sichergestellt, dass die Stimme des deutschen Naturschutzes auch auf internationaler Ebene Gehör findet.
Weitere Informationen unter www.iucn.org
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