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Erst zünden, dann tagen: die zwei Enden der Parabel - erste V2-Rakete vor 60 Jahren gezündet

18.09.2002 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Vom 2. bis zum 4. Oktober 2002 umrahmt eine Tagung den ersten erfolgreichen Abschuß einer V2-Rakete in Peenemünde auf Usedom am 3. 10. 1942. "Die zwei Enden der Parabel - Raketenrüstung und internationale Sicherheit von 1942 bis heute" nennen die Professores Thomas Stamm-Kuhlmann (Spezialist für Neueste Geschichte am Historischen Institut) und Reinhard Wolf (Spezialist für internationale Politik und Sicherheit am Institut für Politikwissenschaft) die Konferenz, die sie, unterstützt vom Landesbildungsministerium, zusammen mit der Friedrich Ebert-Stiftung in Greifswald und in Peenemünde durchführen.

Die Tagungsteilnehmer im Seminarraum des fast fertigen Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald werden sich mit beiden Enden der Parabel befassen, dem verherrlichenden - denn die V2 ist die "Mutter" der Mondrakete - und dem zerstörerischen - die V2 ist Basis für alle Militärraketen dieser Erde.

Die Vorträge im Kruppkolleg am 2. und 4. Oktober befassen sich mit den Arbeitsbedingungen in Peenemünde und im KZ Dora, den Diensten deutscher Raketenforscher für die USA und die Sowjets, mit französischer und englischer Raketenforschung, mit Rüstungsparität und -kontrolle, mit Raketenrüstung im Nahen Osten, Raketenlieferungen an Pakistan, Indien, VR China, Korea, mit dem "atomaren Patt", mit dem Einfluß von Raketenstationierung auf die Politik und Krisenstabilität und den politischen Schwierigkeiten dieser Stationierung.

Am 3. Oktober selbst verlagert sich die Tagung in das "Museum Peenemünde, Historisch-Technisches Informationszentrum". Hier gibt es ein Gespräch mit Dr. Christoph Ehmann, dem Vorsitzenden wissenschaftlichen Beirat des Museums, und mit Dr. Bernhard Hoppe, dem Gedenkstättenreferenten im Bildungsministerium. Danach gibt es einen Vortrag über Peenemünde als militärischem Standort in zwei Diktaturen und schließlich einen öffentlichen Vortrag von Bundesverteidigungsminister a. D. Dr. Hans Apel über "Erfahrungen mit der Sicherheitspolitik in drei Jahrzehnten".

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Reinhard Wolf, Institut für Politikwissenschaft, Baderstr. 4-5, 17487 Universität Greifswald, Tel. 03834-86-3159, e-mail: rwolf@uni-greifswald.de. Mögliche Teilnehmer sollten sich beim Büro M-V der Friedrich Ebert-Stiftung, Arsenalstr. 8, 19053 Schwerin anmelden (Wilma.Glende@fes.de).
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