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Käfer wandern massenhaft von Feldern in Häuser

19.09.2002 - (idw) Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft

53. Deutsche Pflanzenschutztagung in Bonn

Der Lupinenblattrandkäfer hat in einigen Gemeinden Brandenburgs massiv die Anwohner von Lupinenfeldern belästigt. Wenn die Käfer in den abgestorbenen Lupinenbeständen keine Nahrung mehr finden, besiedeln sie zu Hunderttausenden die Gärten und dringen durch jede sich bietende Lücke auch in die Häuser ein. Die betroffenen Bürger versuchen dann in der Regel über die zuständigen Behörden sowie über die Medien Abhilfe zu schaffen und den Verursacher zum Spritzen zu bewegen. Das steht natürlich in starkem Kontrast zu den sonstigen Ängsten vor Pflanzenschutzmitteln.

Wer ist für die Bekämpfung der Käfer zuständig? Eine Pflanzenschutzmittelspritzung ist teuer. Der Landwirt sieht in diesem Fall nicht ein, dass er 50 bis 100 Euro pro Hektar für eine Spritzung ausgeben soll, die ihm nichts einbringt. Die Käfer sind nach wenigen Tagen sowieso verschwunden. Nur der unter dem Käfer leidende Nachbar kann wirkungsvolle Gegenmaßnahmen auf seine eigenen Kosten durchführen und diese gegebenenfalls zivilrechtlich geltend machen. (BBA)

Um Belegexemplar wird gebeten


Siehe Seite 275, Mitteilungen aus der Biologischen Bundesanstalt (Tagungsband) Nr. 390
Vortrag Nr. 274 am 19. September 2002, Sektion 39
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