Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 24. November 2014 

Die Härte der weichen Faktoren beim Fusionsmanagement

30.10.2000 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Internationaler Kongress aus Wissenschaft und Praxis am 3. und 4.11.2000

Die derzeitige Fusionswelle läuft und läuft: Bei 25.000 Transaktionen wurden im letzten Jahr 3,4 Billionen Dollar umgesetzt. Der Markt für Unternehmen wuchs bis September 2000 noch einmal um 14%. Ein Trend dieser Welle sind vor allem die grenzüberschreitenden Transaktionen. Im letzten Jahr fanden 51 Prozent der deutschen Fusionen mit einem internationalen Partner statt.

Die Überlegung der Wirtschaftskapitäne, nach der die Größe eines Tanker vor dem Untergang schützt, bewahrheitet sich immer weniger: Nach einer Analyse des Institute for Mergers & Acquisitions (IMA) an der Universität Witten/Herdecke scheitern 78,5 Prozent der Fusionen mit deutscher Beteiligung. Noch geringer sind die Erfolgsaussichten bei internationalen Partnern.

Hauptgrund: Die "weichen Faktoren" im so genannten Post Merger Management produzieren "harte Realitäten" für Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre. Zum einen nimmt nach Fusionen der Verlust von wichtigen Mitarbeitern und Know-how dramatische Ausmaße an, zum anderen leiden nicht selten Kunden- und Zuliefererfirmen unter dem Fusionschaos. Nicht zuletzt verlieren auch die Aktionäre der Käuferunternehmen durch Fusionen: So betrug der mittlere Wertverlust in den ersten fünf Jahren nach der Transaktion bei allen börsennotierten Fusionen Amerikas zwischen 1955 und 1987 mehr als 10%.

Das Fusionsmanagement vor allem auch bei internationalen Zusammenschlüssen ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen in einem globalen Wettbewerb. Für die Diskussion dieser Herausforderungen und Lösungsansätze veranstaltet das Institute for Mergers & Acquisitions (IMA) den

2nd Executive M&A Congress
am 3. und 4. November 2000
an der Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Str. 50.
(Geeigneter Fototermin: Freitag, 3. November 13 Uhr)

Auf dem Kongress wird einerseits die Industrieseite vertreten sein, wie beispielsweise Herr Gerhard Schmid, Vorstandsvorsitzender der MobilCom AG, Herr Sattelberger, Bereichsvorstand der Lufthansa für die Star Alliance, Herr Klaus Droste, der den Fall Deutsche Bank / Bankers Trust vorträgt und die aus drei Luftfahrtkonzernen hervorgegangene EADS. Anderseits werden aktuelle Forschungsergebnisse von internationalen Top-Universitäten wie beispielsweise der führende Integrationsforscher bei Fusionen von INSEAD Prof. Philippe Haspeslagh vorgestellt. Neben dem Präsidenten des Bundeskartellamtes a.D., Dr. Dieter Wolf, wird der renommierte Bewertungsexperte aus New York, Joel M. Stern, seine Thesen zur Diskussion stellen. In zahlreichen Intensiv-Workshops werden von führenden Experten im Bereich Wirtschaftsrecht, Banking und Beratung vielfältige Hinweise auf ein erfolgreiches Fusionsmanagement gegeben.

Das "Institute for Mergers & Acquisitions (IMA)" wurde 1999 als weitweit erstes Institut zu diesem Themengebiet an der Universität Witten/Herdecke gegründet und wird von Unternehmen wie der Deutschen Beteiligungs AG, DaimlerChrylser AG, MobilCom AG und McKinsey unterstützt. Es widmet sich mit vier Professuren und Lehrstühlen interdisziplinär allen Fragen der Unternehmenszusammenschlüsse und -kooperationen in Zusammenarbeit mit internationalen Universitäten wie Harvard, Stanford und St. Gallen. Im Zentrum steht eine kritische Betrachtung der laufenden Fusionswelle und die Hilfestellung in Fragen der Strategie, Unternehmensbewertung, Organisation, Kultur und des Wirtschaftsrechtes. Das Institut ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift M&A Review.

Kontakt: Weitere Informationen sowie das gesamte Programm bekommen Sie unter: 02302/926-718 oder unter www.ma-congress.de

uniprotokolle > Nachrichten > Die Härte der weichen Faktoren beim Fusionsmanagement

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/64576/">Die Härte der weichen Faktoren beim Fusionsmanagement </a>