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ThyssenKrupp - Ein Konzern nach der Fusion

02.11.2000 - (idw) Technische Universität Berlin

Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG hält Vortrag auf Einladung der "Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V." / Vergabe von Preisen durch die "Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V."

ACHTUNG SPERRFRIST FÜR DIE PREISE: 7. NOVEMBER 2000, 14.00 UHR

Wie verläuft das Zusammenwachsen zweier Konzerne nach einer Fusion und welche Probleme können bei diesem Prozess auftreten? Mit diesen und anderen Fragen wird sich Prof. Dr. Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, in seinem Gastvortrag "ThyssenKrupp - Ein Konzern nach der Fusion" an der TU Berlin beschäftigen.

Die Zahl der Unternehmensaufkäufe und -zusammenschlüsse ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im September 1997 begannen Thyssen und Krupp Gespräche über eine Gesamtfusion beider Konzerne. Mit der Aufnahme in das Handelsregister im März 1999 wurde der Zusammenschluss der Stahl- und Maschinenbaukonzerne besiegelt. In den vergangenen eineinhalb Jahren musste ThyssenKrupp sich wiederholt mit kritischen Stimmen auseinandersetzen. So konnte beispielsweise die im November 1999 verabschiedete strategische Neuausrichtung des Konzerns nicht in allen Bereichen umgesetzt werden. Und auch Umsatzeinbrüche im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr nach der Fusion sorgten für Schlagzeilen.

Um über Erfahrungen aus dem Fusionsalltag von ThyssenKrupp zu berichten, aber auch um sich der Kritik zu stellen, besucht Prof. Ekkehard Schulz die TU Berlin. Mit seinem Vortrag "ThyssenKrupp - Ein Konzern nach der Fusion" möchte er die Motive für die Fusion, aber auch die Probleme, die sich während der Integrationsphase eingestellt haben, näher erörtern. Darüber hinaus wird er über die gemeinsame Strategie zur weiteren Zusammenführung berichten und die Möglichkeit zu einer Diskussion bieten.

Im Anschluss an den Vortrag verleiht die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin im Rahmen der Veranstaltung den Drees & Sommer-Preis für hervorragende Studien- und Forschungsleistungen auf den Gebieten der Projektentwicklung sowie des Projekt- und Facility-Managements an der TU Berlin und den Zibell Willner & Partner-Preis für hervorragende Diplomarbeiten im Studiengang Gebäudetechnik an der TU Berlin.

Wir möchten Sie hiermit herzlich zu dem Vortrag "ThyssenKrupp - Ein Konzern nach der Fusion" und den anschließenden Preisverleihungen einladen. Bitte lassen Sie uns per Fax oder E-Mail wissen, ob Sie an dem Vortrag teilnehmen werden (Fax: 030/314-23909, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de).

Zeit: am Dienstag, dem 7. November 2000, um 17.00 Uhr (pünktlich)

Ort: TU Berlin, Hörsaal H 1028, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin


Zu den Preisen und Preisträgern im Einzelnen:

Verleihung des Zibell Willner & Partner-Preises 1999

Wärmepumpen in der Industrie und ein Sanierungskonzept für Büroklimaanlagen

Bereits zum zweiten Mal wird der mit insgesamt 5.000 DM dotierte Zibell Willner & Partner-Preis 1999 für hervorragende Diplomarbeiten im Studiengang Gebäudetechnik der TU Berlin durch die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin vergeben. Das Unternehmen unterstützt durch diesen Förderpreis die Forschungsbemühungen der Studierenden und ruft gleichzeitig dazu auf, Forschungen in diesem Bereich zu vertiefen.

Die überregional tätige Ingenieurgesellschaft für Technische Gebäudeausrüstung mit sechs Büros in deutschen Großstädten sowie ausländischen Kooperationspartnern deckt alle Fachbereiche der Technischen Gebäudeausrüstung und des Gebäudemanagements ab.

Mit dem 1. Preis und 3.000 DM Preisgeld wird die Diplomarbeit "Perspektiven für den Einsatz von Wärmepumpen in der Industrie" von Sigrid Hanebutt prämiert. Sebastian Brännström erhält den mit 2.000 DM dotierten 2. Preis für seine Arbeit "Konzept zur Sanierung einer Büroklimaanlage". Beide Arbeiten entstanden am Hermann-Rietschel-Institut für Heizungs- und Klimatechnik der TU Berlin.

Sigrid Hanebutt untersucht in ihrer Diplomarbeit den Einsatz von Wärmepumpen in der Industrie. Schwerpunkte sind zum einen eine Recherche alternativer Kältemittel für den Einsatz von Industriewärmepumpen und die Darstellung von umgesetzten Industriewärmepumpenprojekten in der Ver-gangenheit sowie die Ausarbeitung geeigneter Einsatzgebiete von Wärmepumpen in der Industrie mit Berechnung der Wärmeströme, Energieeinsparung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und CO2 -Einsparung. Darüber hinaus vergleicht Sigrid Hanebutt Industriewärmepumpen mit herkömmlichen Heizmethoden.

Die 1971 in Berlin geborene Sigrid Hanebutt studierte von 1995 bis 1998 Energie- und Verfahrenstechnik an der TU Berlin. Innerhalb ihres Studiums absolvierte sie Praktika bei der VEBA Kraftwerke Ruhr AG und der EBE Gesellschaft für Energieberatung mbH Bergheim. Von März bis Dezember 1999 nahm sie an dem Programm Trainee on the job der RWE Energie AG teil. Seit Januar 2000 ist sie bei RWE Energie AG als Key Account Managerin tätig.

Sebastian Brännström beschäftigt sich in seiner Diplomarbeit mit einem Sanierungskonzept für bestehende raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen). Anhand eines Beispiels zeigt er, wie das geschätzte Sanierungspotenzial von etwa 10.000 RLT-Anlagen in Büro- und Verwaltungsgebäuden in der BRD und das damit verbundene Marktvolumen von ca. 4,5 Mrd. DM nutzbar gemacht werden kann.

Der 1972 in Berlin geborene Sebastian Brännström studierte von 1991 bis 1999 den Studiengang Gebäudetechnik an der TU Berlin. Seit Juli 1999 ist er als Diplom-Ingenieur bei Radermacher & Partner Berlin GmbH beschäftigt.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Dipl.-Ing. Ole Böttcher vom Hermann-Rietschel-Institut
für Heizungs- und Klimatechnik der TU Berlin, Tel.: 030/314-21070, Fax: 030/314-21141,
E-Mail: ole.boettcher@tu-berlin.de

Verleihung des Drees & Sommer-Preises 2000

Fachwerkensemble und privatfinanzierte öffentliche Bauprojekte

Ebenfalls zum zweiten Mal wird der mit 10.000 DM dotierte Drees & Sommer-Preis für hervorragende Studien- und Forschungsleistungen auf den Gebieten der Projektentwicklung sowie des Projekt- und Facility-Managements an der TU Berlin vergeben. Drees & Sommer ist eines der führenden deutschen Unternehmen für Entwicklungs- und Projektmanagement sowie Immobilien- und Bauberatung bei komplexen Bauvorhaben aller Art. Das Unternehmen ist mit Gesellschaften in sieben Städten in Deutschland, darunter auch Berlin, sowie an vier ausländischen Standorten in Wien, Bukarest, Budapest und Fujairah (Saudi-Arabien) vertreten.

Dipl.-Ing. Sascha Hempel erhält den Drees & Sommer-Preis 2000 für seine Diplomarbeit "Ergänzung und Sanierung eines Fachwerkensembles mit bauwirtschaftlichen Untersuchungen". In seiner Arbeit zeigt er den Gesamtzusammenhang der planerischen Projektbetreuung von der städtebaulichen Einordnung bis hin zum Vergleich von Sanierungsvarianten einzelner wiederkehrender Bauteile. Dabei zeigt er, wie die verschiedenen Komponenten zusammenwirken und sich gegenseitig im Entwurfs- und Entscheidungsprozess beeinflussen. Sascha Hempel hat hierbei die Aufgabe des Architekten als Entwurf definiert und diese Aufgabe mit Problemanalysen, Detailplanungen, Alternativvorschlägen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen gelöst.

Der 1973 in Berlin geborene Sascha Hempel studierte von 1992 bis 1999 Architektur und Bauingenieurwesen an der TU Berlin. Der Abschluss seines Architekturstudiums ist geprägt von zahlreichen und sehr unterschiedlich ausgerichteten praxisbezogenen Tätigkeiten. Hierzu gehören die Mitwirkung bei Projektstudien und Realisierungswettbewerben sowie bei der Erstellung von Werkplänen für den Ausbau des Sony-Centers in Berlin.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jan Miksch erhält den Drees & Sommer-Preis für seine Diplomarbeit "Entwicklungen von Vergabekriterien bei privatfinanzierten öffentlichen Bauprojekten unter besonderer Berücksichtigung des Risikotransfers". In den Mittelpunkt seiner Arbeit hat er das Betreibermodell nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz" gestellt und hierauf aufbauend die Auswirkungen von Ideen-Wettbewerben auf die Realisierung größerer Effizienzvorteile bewertet. Bei der Untersuchung von Kriterien zur Beurteilung wirtschaftlicher Konzepte von Public Private Partnership-Modellen hat Jan Miksch mögliche Bewertungsmodelle aufgegriffen und Wege aufgezeigt, mit denen dem Genehmigungsrisiko durch eine adäquate Risikoverteilung und eine zielorientierte Prüfung der Unterlagen Rechnung getragen werden kann.

Jan Miksch wurde 1972 in Hamburg geboren und studierte zwischen 1994 und September 2000 den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Während seines Studiums absolvierte er unter anderem ein Praktikum bei der Deutsch-Kolumbianischen Handelskammer in Bogotá und war als Werkstudent bei der Baulogistik am Spreebogen tätig. Darüber hinaus war er während seines Studiums als Erasmus-Stipendiat an der Universität Madrid.

Beide Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 DM.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Prof. Dr.-Ing. Kochendörfer vom Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin, Tel.: 030/314-22940, Fax: 030/314-27703.


Diese Medieninformation finden Sie auch im WWW unter http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2000/pi221.htm
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