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Naturdetektive finden AHWÄ (Antiheimwehäpfel)

02.11.2000 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Kinder sind als Detektive "Busy for Nature"

Bonn, 2. November 2000: Zum Abschluß der diesjährigen Staffel der Naturdetektive www.naturdetektive.de wurden heute im Bundesamt für Naturschutz in Bonn gemeinsam mit Diplom-Meteorologe Uwe Wesp, Deutscher Wetterdienst, die glücklichen Gewinner der 140 Naturdetektiv-Preise ermittelt. Der Deutsche Wetterdienst ist mit seinem Thema "Die Phänologische Uhr" Partner der Naturdetektive 2000. Zur Preisverleihung kamen auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c des Clara-Schumann-Gymnasiums aus Bonn. Sie hatten zusammen mit ihrem Deutsch- und Biologielehrer sowie dem Forstamt Bonn den nahegelegenen Kottenforst als Naturdetektive durchstreift und über ihre Erlebnisse anschließend auf den Reporter-Seiten berichtet.

"Bei den Naturdetektiven erleben Kinder und Jugendliche den Naturschutz nicht als Veranstaltung für Langweiler, sondern als Fragestellung, bei der sie mit ihren zum Teil ganz erheblichen Fähigkeiten im Computerbereich gefragt sind. Denn hier können viele Erwachsene etwas von ihnen lernen. Unsere Kinder sind die Generation, in der es endgültig nicht mehr heißen wird: "Technik oder Natur, sondern Technik und Natur oder sogar, wie in diesem Projekt, mit der Technik zur Natur", sagte der Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz, Rudolf Ley, anlässlich der Abschlußveranstaltung.

Der diesjährige Durchgang der "Naturdetektive im Internet" endete am 30.September. Schülerinnen, Schüler und Lehrer, aber auch Eltern mit ihren Kindern, haben sich an der 12-fachen Spurensuche rund 24.000 Mal beteiligt. Auf über 200 Reporter-Seiten, von insgesamt rund 950 Eintragungen aus dem gesamten Bundesgebiet, haben Schülerinnen und Schüler als Team im Klassenverband oder auch einzeln ihre Beobachtungen als Erlebnisberichte, Gedichte, Märchen, wissenschaftliche Arbeiten zusammen mit digitalen Bildern veröffentlicht. Die Detektive schrieben über Weiß-Storch, Kuckuck, Flohkrebs, Dunkle Erdhummel, Birke, Löwenzahn oder Flechte, aber auch zu Themen wie Streuobstwiese, Teich und Tümpel, Waldweg und Lehrpfad oder die Phänologische Uhr haben Schülerinnen und Schüler Reporter-Seiten verfasst.


"Daß Internet und praktische Naturbeobachtung einander nicht ausschließen, sondern sich ergänzen können und dadurch Kreativität und Spaß bei den Schülerinnen und Schülern wekken, zeigt die vielfältige Gestaltung der Reporter-Seiten", sagte Dr. Horst Freiberg, Projektleiter der Naturdetektive von der Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI).

So haben die Kinder der vierten Klasse der Grundschule in Bardenbach im Saarland, beim Thema Apfelblüte und Phänologische Uhr Gedichte und Märchen verfaßt und ihre neue Apfelsorte "AHWÄ" ("Antiheimwehäpfel") kreiert. Beim Thema Waldweg zeigt Katharina aus Thürin-gen ihren Märzenbecher-Wald, und das Schüler-Team der Schule Rosenow aus Mecklenburg-Vorpommern mit Nadine, Sebastian, Nico und Tom erzählten ihre Geschichten rund um die Kleingewässer. Die Klasse 8d des Marie-Curie-Gymnasiums in Kirchzarten waren im Biologie-Unterricht als Detektive im Einsatz. Auf ihren Reporter-Seiten hat sie umfangreiches Wissen zu verschiedenen Themen der Naturdetektive selbständig zusammengetragen. Und am Engelbert-Kämpfer-Gymnasium hat der 11-jährige Lars seine "Kleine Wissenschaftliche Arbeit" über das Thema Bäume und Stieleiche auf eigenen Internet-Seiten beschrieben.

Uwe Wesp signierte für zehn Naturdetektiv-Gewinner sein neuestes Buch "Der Kosmos Wetterführer". Der Kosmos-Verlag ist einer der Haupt-Sponsoren der Naturdetektive und hat zahlreiche Sachpreise zur Verfügung gestellt.
Die zehn Hauptgewinne haben von Uwe Wesp erhalten
· Peter Brucker mit seinem Beitrag über den Flohkrebs, 3. Schuljahr, Grundschule Longkamp, in Longkamp
· Fynn Ciemnyjewski mit seinem Beitrag über die Kirsche, 6c des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn
· Grundschule Longkamp mit ihrem Beitrag über Flohkrebse in Longkamp
· Joachim Heinemann mit seinem Beitrag über Blaualgen, 6c des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn
· Dominik Herrmann mit seinem Beitrag über Kleingewässer, 7b Albert-Schweitzer-Schule in Hamm
· Jan Willem Kleingries mit seinem Beitrag über den Kuckucksruf, aus Vreden,
· Regina Maaß mit ihrem Beitrag über die Wildblumen der Streuobstwiese, 3b, 34 Grundschule in Leipzig,
· Verena Mahlberg mit ihrem Beitrag über Bäume, 6c des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn
· Julia Siffert mit ihrem Beitrag über den Flohkrebs, 6c des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn
· Umwelt-AG des städt. Gymnasiums Porta Westfalica mit ihrem Beitrag über Krötenpärchen und Molche im Teich, Kleingewässern in Porta Westfalica

Alle übrigen Gewinner der Naturdetektive 2000 werden auf der Webseite www.naturdetektive.de veröffentlicht.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine neue Staffel geben. Aber noch sollen nicht alle Geheimnisse um die Naturdetektive 2001 gelüftet werden. Neue Themen sind aber schon geplant, so z.B. "Spuren der Waldarbeit"; "Schmetterling"; "Baum-des-Jahres-2001", "Haus-, Schul- und Historische Gärten"; und das "Rotkehlchen". "Der Naturschutz ist aufs Mitmachen und Mitgestalten angewiesen. Gerade die Interaktivität der neuen Medien und das Internet bieten neue Wege, um das Interesse an der Natur zu wecken. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt zu zukunftsweisenden Formen der aktiven Beteiligung am Umweltschutz. Ich freue mich schon auf die neue Staffel," erklärte Rudolf Ley während der Preisverleihung.

Das Projekt Naturdetektive steht unter der Schirmherrschaft der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums (BMU), Frau Simone Probst und ist ein Kooperationsprojekt der ZADI mit Schulen ans Netz, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), DigiVision, GMD und Dialogis, der Universität Bonn, Hortus-Soft sowie weiteren Partnern. Es versteht sich als Beitrag des BMU und BfN zur Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Internationalen Übereinkommens über die Biologische Vielfalt. Die Idee zu den "Naturdetektiven" wurde vom Deutschen "Clearing-House-Mechanismus" - einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz zur Unterstützung des "Rio-Übereinkommens über die biologische Vielfalt" - entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Schulen ans Netz e.V. und einer Reihe weiterer Partner als Kooperationsvorhaben realisiert.

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