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Ausstellung an KUE: "Der Fluch der Inflation"

03.11.2000 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Der Euro in der Talsohle, die Teuerungsrate steigend: Geradezu traumatisch wirkt auf die deutsche Gesellschaft das Schlagwort "Inflation" und die damit häufig verbundene Erinnerung an die Geldentwertung Anfang der zwanziger Jahre. Die zweite Inflationserfahrung im 20. Jahrhundert, eine Folge der Politik des nationalsozialistischen Regimes, hat die Inflationsabneigung noch verstärkt, wenngleich mit der Währungsreform von 1948 eine institutionelle Absicherung der Geldstabilität gelang. Doch Inflation ist kein Phänomen des 20. Jahrhunderts, sondern zu Geldentwertungen kam es bereits vor mehr als zweitausend Jahren. In der Ausstellung "Der Fluch der Inflation. Geldentwertungen im Römischen Reich und im 20. Jahrhundert", zeigen die Universitätsbibliothek und die Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt (KUE) neueste Ergebnisse der althistorischen und wirtschaftsgeschichtlichen Forschung zu diesem Thema.

Dabei ist die von 8. November bis 20. Dezember 2000 in der Staats- und Seminarbibliothek (Hofgarten 1, Eichstätt) zu sehende Ausstellung ein Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Erstmals werden römische Münzen aus der Sammlung am Eichstätter Lehrstuhl für Alte Geschichte der Öffentlichkeit präsentiert, außerdem Inflationsgeld aus mehreren privaten Sammlungen. So soll unter anderem deutlich gemacht werden, dass die Ausstattung von Münzen, beziehungsweise heute vor allem von Geldscheinen, mit bestimmten Sicherungs- und Echtheitsmerkmalen keine Erfindung innovativer Zentralbanker der jüngsten Vergangenheit ist, sondern bereits in der antiken Welt gebräuchlich war.

Die Ausstellung wird am Dienstag, 7. November 2000, um 19.30 Uhr in der Staats- und Seminarbibliothek eröffnet. Nach der Begrüßung durch Bibliotheksdirektor Dr. Hermann Holzbauer und einem Grußwort von Universitätspräsident Prof. Ruprecht Wimmer führen Frank Hahlbohm, Privatdozent Dr. Gregor Weber und Dr. Franz Zschaler von der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der KUE in die Ausstellung ein. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.30 - 17.00 Uhr
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