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Sechs Göttinger Wissenschaftlerinnen bekommen Stelle aus dem Dorothea-Erxleben-Programm

08.11.2000 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Von den 20 im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms ausgeschriebenen Assistentinnenstellen gehen sechs an Wissenschaftlerinnen der Georg-August-Universität Göttingen. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium hatte das Dorothea-Erxleben-Programm - benannt nach der ersten Frau, die 1854 in Halle den Doktortitel in Medizin erlangt hat - 1994 mit dem Ziel gestartet, Chancengleichheit für Frauen an Hochschulen herzustellen und langfristig die Zahl der Professorinnen zu erhöhen. Bereits in fünf Jahren - so der Anspruch - sollen ein Viertel aller Professuren in Niedersachsen mit Frauen besetzt sein. Am Erfolg des Dorothea-Erxleben-Programms haben auch die Hochschulen ihren Anteil, wie Minister Thomas Oppermann hervorhob. Sie finanzieren die C1-Stellen zu 25 Prozent, 75 Prozent kommen vom Land Niedersachsen.

Die sechs Wissenschaftlerinnen aus Göttingen sind Dr. Renate Bitzan , Barbara Buchenau, Martina Janßen, Dr. Sigrid Meiners, Dr. Sigrun Reumann und Dr. med. Inga Zerr.
Dr. Renate Bitzan forscht am Zentrum für Europa- und Nordamerikastudien (Zens) über "Gewerkschaftliche Interessenvertretung von Migrantinnen unter den Bedingungen unterschiedlicher Arbeitsverhältnisse";

Barbara Buchenau (Seminar für Englische Philologie) arbeitet zum Thema "Interkulturelle Dynamik des anglo-amerikanischen und anglo-kanadischen literarischen Lebens gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts";

Martina Janßen (Vereinigte Theologische Seminare / Neues Testament) führt unter dem Titel "Die realen Autoren" Untersuchungen zur Anonymität, korrekt benannter Verfasserschaft und zweckdienlicher Pseudonymität in der antiken Literatur mit Schwerpunkten auf dem Neuen Testament und der Literatur der Alten Kirche durch;

Dr. Sigrid Meiners (Geographisches Institut) arbeitet an "vergleichenden glazial-geomorphologischen Untersuchungen zur jüngeren Vergletscherungsgeschichte des Himalaya und Karakorum unter Verwebung eines neuen photogrammetrischen Aufnahme- und Auswertungsverfahren" und

Dr. Sigrun Reumann vom Albrecht-Haller-Institut für Pflanzenwirtschaft, deren Thema die "Identifizierung unbekannter Proteine pflanzlicher Peroxisomen durch Bioinformatik- und Proteomics-Analysen" zum Inhalt hat. Als Nachwuchswissenschaftlerinnen wurde Frau Dr. Reumann bereits mit dem diesjährigen Straßburger Preis (vgl. PI Nr. 26 vom 28.2.00) ausgezeichnet.

Aus der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen wurde Dr. med. Inga Zerr von der Prionenforschergruppe an der Klinik für Neurologie für eine Assistentinnenstelle ausgewählt. Sie forscht über "Pathogenese der Enzephalopathie bei Schilddrüsenerkrankungen und die Rolle der Schilddrüse bei verschiedenen Gehirnerkrankungen.

Bislang wurden 41 Frauen in dem Dorothea-Erxleben-Programm gefördert, von 15 Absolventinnen sind bereits 5 auf Professuren berufen worden. In diesem Jahr hatten sich 161 Wissenschaftlerinnen beworben, die insgesamt nach Aussage der Auswahlkommission unter dem Vorsitz von Professorin Regine Kahmann, Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen, ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau hatten. Um so erfreulicher ist es, dass sich der weibliche wissenschaftliche Nachwuchs der Universität Göttingen mit sechs erfolgreichen Kandidatinnen neben der Universität Oldenburg (6) und der Universität Hannover (4) , Medizinische Hochschule Hannover (2) und Tierärztliche Hochschule Hannover (2) gut behauptet.

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Weitere Informationen:
Pressestelle der Universität Göttingen
Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen
Tel: 0551/ 39-4342, Fax. 0551/ 39-4251
mail: pressestelle@zvw.uni-goettingen.de
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