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Neues Chemie-Gebäude an der Universität Münster

13.11.2000 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Der Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster erhält ein neues Forschungs- und Laborgebäude für die Bereiche Anorganische Chemie und Physikalische Chemie. Das Staatliche Bauamt Münster II plant den Baubeginn für das fast 30 Millionen Mark teuere Projekt im Naturwissenschaftlichen Zentrum der Universität am Coesfelder Kreuz noch in diesem Jahr. Es wird mit einer Bauzeit von gut drei Jahren gerechnet.

Insbesondere das Altgebäude des Anorganisch-Chemischen Instituts war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten: Nach einem Ausfall der Lüftungsanlage musste der Bau vor zwei Jahren zeitweise sogar stillgelegt werden. Aber auch das am Schlossplatz in der Stadtmitte untergebrachte Institut für Physikalische Chemie klagt über veraltete und technisch überholte Anlagen. Durch den Umzug in einen gemeinsamen Neubau mit der Anorganischen Chemie endet für die Physikalische Chemie die jahrzehntelange räumliche Trennung von den benachbarten chemischen und anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Davon profitieren nach Meinung von Fachbereichsdekan Prof. Dr. Volkmar Leute auch die Studierenden, die bisher zum ständigen Ortswechsel zwischen Coesfelder Kreuz und Schlossplatz gezwungen sind.

Die zunächst vom Land beabsichtigte Grundsanierung des bisherigen Gebäudes der Anorganischen Chemie an der Wilhelm-Klemm-Straße stellte sich bei näherer Prüfung als unwirtschaftlich und unzumutbar für Lehrende und Lernende heraus. Man entschied sich deshalb für einen Neubau, der auf einer bislang vorwiegend als Parkplatz genutzten Freifläche im Naturwissenschaftlichen Zentrum auf einer Hauptnutzfläche von rund 3.500 Quadratmetern in vier Geschossen Labore und Forschungseinrichtungen aufnehmen soll. Geplant ist, das in drei Jahren freiwerdende Altgebäude des Anorganischen Chemischen Instituts für die Verwaltung und Lehre beider Institute zu nutzen. Die künftige Verwendung des bisherigen Gebäudes der Physikalischen Chemie am Schlossplatz liegt noch nicht fest.


Die Gesamtkosten des Bauprojekts, das international ausgeschrieben worden ist, sind vom Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen bis zu einem Betrag von maximal 29,5 Millionen Mark "gedeckelt" worden. Hierzu muss die Universität Münster selbst zwei Millionen Mark beitragen. Eine Eigenleistung, die der Universität nach den Worten ihres Rektors Prof. Dr. Jürgen Schmidt zwar schwer fällt, die sie aber angesichts der durch unabhängige auswärtige Gutachter bestätigten internationalen Spitzenstellung der münsterschen Chemiker verantworten kann.
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